Zwei Achencr historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts. 631
This Tibus ist sicher zu clagen,want ich hab vorwahr hoeren sagen,
245 ehr muest geben ein hondert gülden oder vier:in zehen jähren en fint ehr es nit in die pler.
Is ihm dat nit ein ungefall!
Des is ehr zu Munster in den thal,darbei zu niirken, dat ehr ist gatz.
250 Dahr wont einer neben die merkatz,
Dahr wont auch jonker Claus Sweinenpelz,ehr besaegh das bier, oft auch wal waer gemelz; [32]255 ihm drumbt, dat ehr es hatte gekort,
darumb moest ehr auch 100 gülden legen vort,darmit kumpt ehr wael aef.
Nhun wil ich gahn zum Bischofstaef,is gleich beneven die Maus;
260 acharm! dehr is zur stat hinaus!
All sols Gott in delim himmel sein geclaet;ehr hait der stat auch vil geschaet,aber ehr maichet sich auch in zeiten up.
Ich mein, ehr en hatt nit den schnup,
265 dat ehr dat so balt kunt geruclien,
ist in't lant daher kommen gekruichen,
holländisches lyster verwiesen ivird. Der Name findet sich ebenfallsbei den Siebenbürger Sachsen, deren Mundart der ndrh: am näch-sten verwandt ist, vgl. Frommanns deutsche Mundarten IV. 194. BeiLex er mhd. Ilwb. 1.1937 liest man nur: 'lister sepicecida ein Vogel'246 die = de (der) Was bedeutet plerP ist es etwa mundartliche Formfür palier, die Appretur? Ueber die palier er vgl. Lo er sch , A. B.-D.78: 'die palierre, die die duich poliere, . . . die in solen egeine duichanders besten, vor noch henden, dan ein veirdeil van einre elen in'tduich noch in die duich ' 240 gartz Hs. Auch garz findet sichwieder in der siebenbürgisch sächischen Volksmundart, vgl. From-manns d. Ma. V. 329. 266. Es ist hier in übertragenem Sinne ge-braucht: er taugt nichts 250 Ueber den, der neben der Merlcatzwohnt, sagt der Pasquillant in der überlieferten Form des Gedichtesnichts, es werden auch hier Verse ausgefallen sein, vielleicht ■ mehrals zwei. Der Ausfall dieser Verse scheint dadurch veranlasst zusein, dass v. 253 und 250 gleichlautend anfangen 254 gemeltzt Hs361 geclagt Hs 264 schnop Hs
■ Uli
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