Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts. 575
und Mees Radermecher.
Recht wie man verken driept zu dem Stecher185 da worden sie zusamen gedriben,die in der stat waren bliben;wie mocht man fresche grosser not,dan die guden weren dot.
Der sticker zum von Hengsberg sprach:190 „Nu erbarme ez Got diesen dagdas ich unschuldig must sterben,nu drost Got mein erben,die ich alhie lassen,sal ich sterben uf dieser Strassen,
195 das muste Got erbarmen!
Ich mächt euch ein secke mit hirssen armen,die stund uch schon und herlich;edeler her irbarmet uch über michund land mir heut zu tage das leben:
200 was ich gudes lian zu geben,das nement alle in ewer gewaltdurch die fruntschaf manigfalt,die ich mit uch han gehat,und wisent mich nacket für die stat205 und lant mir kude das lebenallens min gut wil ich geben."
Der von Hengsperg sprach:
183 me es G Mathes L 18f man dan die II werken GL vgl. obenAnm. zu v. 21 tribet G tript L den L achter II echter G slech-ter vermuthet L 185 also L 186 worden G 18: ' macht V 1 en-mocht V 2 freischen L forschen G groß H 188 guden luiden IIguten lewten G guten lüte L weren bliben II worent bliben Lbliben G 189 Scheckensticker GL Schenkesticker LI zu dem HGLvom LI Hengespergk G 190 dicz ungemach GL 191 unschul-dige G müsse G müße L d. i. hie u. m. hie sterben V 2192 tröste G tröste L 193 lasse G 194 der V- 196 müsse Gmüße L 190 Schecken GL mit felilt V 1 V 2 harnascharmen Garmen L 197 die schon steil noch und herlich G 199 noch heutpei tagen G noch hüte bi tage L 200 gudes u. geldes II gutes u. gel-tes GL habe L 201 alles G als L ewre G uwern L 202 druch Hmangfalt G 203 gehabt HGL 2Ui nackent L 206 heut Gleben fehlt G mich hnt leben V 2 200 alles GL mynen Hich euch G ich uch L 201 Hengesperg G Hengspurg II