Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts. 573
Got gebe in allen gedult135 in dem ewigen leben,
die darumb musten sterbenin sant Jacobs Capelle.
Sie mussent sin des deufels geselle,die den mort baut gedan;
140 sie sallen dem deufel numer intgan.Sie hetten sieb darauf gestalt,sie slugen sie dot mit gewaltfor dem heiligen altarmit grosser macht und f gewalt145 und schiden
das man moclit im blude waden,do fant man grossen schadendie frawen von irn mannen.
150 Für Gode sint sie verbannen,die der kirchen nit en schonen;der deufel sal in Ionen,der da dichtet bösen rait.
Sie driben ein falsche tait.
155 Ein deil lief uf sanet Jacobs torn,da in hatten sie win noch born,
134 gedulde G getulde L 135 ewig G 136 dar urnme LIst sneven (: leven) zu lesen? 137 Jacob H 138 müssen G müssen Lmusten V'V 2 sin fehlt G 110 sullen G süllent L 142 zu tot Gzu tode Lj wie H hat auch V V' 1 v. 143 fg. fehlen G 143 al-tare L 144 Ist statt gewalt zu lesen gevär ? Doch das Verderbnissscheint tiefer zu liegen; die ganze Stelle ist zu verderbt, als dass manan eine Besserung denken könnte. In H folgt nach gewalt 'und schi-den', in G V V 2 und schelten. Mindestens ist eine halbe und eineganze Reimzeile verloren. L hat es über sich gebracht v. 147 in fol-gender monströser Gestalt zu geben: und scheltent, daß man mochtein dem plute baden. Auch v. 149 ist heillos verderbt 147 dasfehlt G mochte in dem plute L in dem plut mocht G m. in demblud H baden GL 149 frawe G iren L irem G man G 160 vorgote G vor got L vorpannet G 161 en fehlt H 152 im LIon H 153 der da dich dem ersam rait H dichtet posen G dichtden bösen L den besten V'V- 154 do ein L ein IIV 1 V 2 einfehlt G valsch H 156 teile G liefent L luffen G auffe G tu-ren G turn L torm II 150 weder w. GL koren G korn L