572 Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts.
her mit der flocht xif den mart,
110 da sie wole waren bewart,das sie sich sicher wisten.
Do riden sie mit klugen listendurch die Strasse alle mit ein,das die lüde nit quamen bi ein.
115 Da sie quamen für sant Jacob her,da sasten sich die burger zu wer' und zu sterben und zu streiten.
Da begunden die reiter zu beitenund bliben halten mit gewalt,
120 wan es was also bestalt,
das sich nemant konde gewern.
Wer solte sich dann generndo solich ding geschein?
Sie musten in die kirchen flein125 die burger von Aich,den geschachein falsch ratvon den falschen gesten,die sie in ir stat130 musten lassen restenbis uf den achten dag,das koste beide hant und kragzu grosser unscliult.
100 her fehlt GL dem L margk G markt L 110 wol wurnG wol warent L 111 wisten L wüsten G wosten H 113 in fr115 bi sant L pei sant G here L 116 saczten G saztent L wer Gwere L gewere II 117 und satzten sich II zu sterben] zustürm GL 118 ritter G riter L zu biten L zu paitten G zuwenden H 120 gestalt GL 121 gewereu F 2 weren GL 123 solt, Gwolt F 2 denne G generen GL gewern H 123 solch G ge-schehin II gescheen G geschehen L 124 flihen HG fliehen Lv. 125 fg. eeigen deutlich, dass unser Lied eine Ueberarbeitung ver-schiedener Lieder über die Achener Händel ist. Auch an andernStellen scheint die Verschiedenheit der metrischen Behandlung daraufhinzudeuten 125 Oche L 120 den] do GL 127 falsch rait G falscheräch II valsche räche L Bei L ist v. 126 fg. ebenso 129 fg. einVers 129 fg. die sie in ir stat musten lassen resten GL die siemusten in die stat lan resten II 131 achsten V- achtesten L nech-sten G 132 hut L ckragen G 133 unschulde GL