Plandwerkerschule.
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Verhältnisse, welche alle zum Bunde gehörige preussischeUnterthanen gleichmässig angehen, am Bundestage, woderen Interesse allein von der Regierung vertreten wird,voreilige Gesuche zu machen. Es werde in Fällen, wonur durch eine Vereinigung aller Bundesstaaten für irgendeine Aufgabe der gemeinsamen Wohlfahrt gewirkt werdenkönne, unsere Regierung die an sie gebrachten Wünscheihrer Unterthanen, dass dafür Schritte bei dem Bundes-tage geschehen, nie verschmähen, sondern ihnen gern allenErfolg bereiten, soweit dies eine zusammenfassende Prüfungaller Verhältnisse zulasse. Um so weniger könne sie aberdulden, dass ohne ihr Zuthun dergleichen einseitige An-träge bei der Bundesversammlung, wenngleich schon dieseverfassungsmässig nicht einmal darauf eingehen könne,angebracht würden."
„Eine Belehrung hierüber werde wohl schon hin-reichen , die Aussteller vorgedachter Adresse von ihremMissverständnisse zurückzuführen und sie zu überzeugen,dass sie nicht in den geordneten Grenzen des Unterthanen-verhältnisses stehen geblieben und dass sie sich hättenhüten sollen, ein Vertrauen zu ihrer Regierung, welchessie mit Worten bekennen, durch die That ihrer Adresse zuverleugnen."
Am 10. Januar 1818 machte der Oberbürgermeistervon Guaita bekannt, dass, um dem Mangel an sachkun-digen Bauhandwerkern abzuhelfen und bei den augen-blicklichen Handelsverhältnissen einem Theile der Fabrik-arbeiter eine andere Richtung zu geben, die KöniglicheRegierung den Entschluss gefasst habe, eine Handwerks-schule zu errichten, welche mit dem nächsten 15. Januarin dem Lokale der alten Post auf dem Driesch ihren An-fang nehmen sollte. Der Unterricht ist unentgeltlich, findetjeden Mittwoch Nachmittag von P/2 bis 4 1 / 2 Uhr undjeden Sonntag Morgen von 8 bis 12 und Nachmittags von1 bis 3 Uhr statt *) und wird ertheilt vom Wasserbau-inspector Roessler, Oberweginspector Steinmeister, Land-
') Es wird bemerkt, dass die Schüler vor acht Uhr dem Gottes-dienste beiwohnen sollen.