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Achens Gesinnung.
zu belehren. Dabei zeigt sich nirgends ein confessionellerMisston, überall giebt sich Milde und Wohlwollen kund.
Dem scheidenden Generalgouverneur gaben am 4. Aprilzweihundert Personen verschiedenen Standes und verschie-dener Verhältnisse auf der Neuen Redoute ein Abschieds-mahl, an dessen Schlüsse der Oberbürgermeister von Guaitaein Gedicht: Der Acliener Lebewohl, vortrug. Als derGeneralgouverneur am 13. April Achen zu verlassen imBegriffe war, paradierte zum Lebewohl die Bürgermiliz mitwehenden Fahnen und klingendem Spiele vor ihm. Einegrosse Anzahl Verehrer, zu Pferd und zu Wagen, gab ihmbis Weiden, der Grenze des Gebietes des vormaligen Reichesvon Achen, das Geleite.
In Bezug auf die Gesinnung, welche beim AbgangeSacks in Achen die vorwaltende war, bemerken wir, dassder einsichtsvollere Theil der Bevölkerung, welcher auseigenen Erlebnissen oder aus Mittheilungen älterer,Personenden heillosen Zustand der letzten reichsstädtischen Periodekannte, dann die Unordnungen der republikanischen Aeraerfahren und unter dem Druck und unter der Willkür derKaiserzeit geseufzt hatte, dankbar die wohlthätige Wand-lung der Dinge würdigte. Jetzt gehörte Achen demjenigenStaate an, welcher die grössten Opfer zur Befreiung Deutsch-lands von fremdem Joche gebracht hatte, in welchem unterder milden Regierung eines tugendhaften Fürsten die srengsteOrdnung im Staatshaushalte, in der Gesetzgebung, dem Ge-richts- und Schulwesen, welches letztere in den neuenLandestheilen fast ganz neu geschaffen werden musste,herrschte. Dennoch blieb die grosse Masse der Bevölke-rung zuwartend. Der Unterschied des religiösen Bekennt-nisses des Herrschers mag wohl die nächste Veranlassunggewesen sein, obgleich dieser keine gegründete Ursachezur Klage gab; dann stand die grosse Anhänglichkeit derAchener an Kaiser und Reich, welche eine zwanzigjährigeHerrschaft Frankreichs kaum gemindert hatte, und die imVolke wurzelnde und durch eine weise Oekonomie genährteaber irrige Vorstellung von den ärmlichen Verhältnissendes preussischen Staates einer freudigen Hingebung imWege. Dazu kam der Gegensatz des Acheners mit dem