Sack wird abberufen. Seine Verwaltung. 503
das Oberpräsidium der Provinz Foramern an. Bei Gelegen-heit der Bestätigung der eingegangenen Vorschläge für dieOrtsscliulvorstände im Roerdepartement spricht Sack am20. März Uber seine Verwaltung sich folgendermassen aus:„Und so möge es denn Allen gelingen, deren Händen ichjetzt die Erfüllung dessen anvertraue, was ich seit dem erstenAugenblick meines hiesigen Wirkens als das Höchste er-sehnt und erstrebt habe: Veredelung dieses kräftigen deut-schen Stammes am vaterländischen Rhein durch Volkser-ziehung und Unterricht. Wie sehr beides durch die frühereRegierung vernachlässigt und verunstaltet worden, darfich nicht erst ins Gedächtniss zurückrufen; welch einanderer Sinn und Wille an die Stelle getreten, liegt in dendahin gehörenden Bekanntmachungen und Verordnungenam Tage. Wie aber der Same des Besseren überall frucht-baren Boden gefunden, wie er fortgekeimt und neues Lebenverbreitet hat, das sagt uns kein öffentliches Blatt, dassagt uns der lebendige Geist, der sich in den Berichtender Organisations-Commissarien, der sich in Privatbriefenwürdiger, wackerer Pfarrer und Beamten äussert, und derin mehreren Gemeinden bereits in That übergegangen ist."Wahrlich, der treffliche Mann schied in schönem Bewusst-sein aus seiner hohen Stellung! Es war ein glücklicherGedanke, einen Rheinländer, einen Mann, der mit der Stim-mung und mit den Bedürfnissen des Volkes vertraut war,zu den einleitenden Einrichtungen zu berufen. König Fried-rich Wilhelm konnte kaum eine geeignetere Persönlichkeitin die Rheinlande senden, um sie einer bleibenden Vereini-gung mit Preussen geneigt zu machen. Sack hatte währendseiner kurzen Amtsthätigkeit Ausserordentliches geleistet.Alle Zweige der Verwaltung hatten sich seiner eifrigenFürsorge erfreut. Seine Verordnungen, Erlasse, Mahnungenund Bekanntmachungen, wie sie in den periodischen Blät-tern der Zeit vorliegen, würden, gesammelt, ein bände-reiclies Werk ausmachen. Was er anordnete, begründeteer in meist sehr beredten Erörterungen. Er schien sichnicht blos darauf zu beschränken, die ihm anvertrautenLänder wohl zu konstituiren, sondern er war auch bemüht,sie in den wichtigsten Angelegenheiten zu unterrichten und