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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Sorge des Raths um Vermehrung der Bevölkerung. 281

bergischen Marschall von Wesselrad nebst dem Oberstenvon Arsch mit neuer Aufforderung in die Stadt; dieseerklärte, mit allen Kräften sich gegen die Gewalt ver-theidigen zu wollen. Nachdem die Abgeordneten diesenBescheid dem General überbracht hatten, kehrten sie am19. früh Morgens zurück und meldeten, der General, durchden Freiherrn von Landseck unterrichtet, dass der Kaiserdie Stadt verschont wissen wolle, sei nicht Willens, Trup-pen in dieselbe zu legen, er verlange für sich nichts, wohlaber eine Summe Geldes zum Unterhalte seiner Soldaten.Als diese verweigert wurde, verlangte er Brod und Bier.Von beiden wurden ganze Reihen Karren hinausgeschickt.Zum Dank dafür schleppte man Fuhrleute und Fuhrwerkmit fort und gab sie erst auf kaiserlichen Befehl wiederfrei. In ihrer Beschwerde beim Reichstage vom 30. Augustund vom 9. September 1678 gab die Stadt ihren Verlustauf mehr als 40,000 Rthlr. an.

Achen hatte am Anfange des siebenzehnten Jahrhun-derts durch Aechtung oder Auswanderung viele meistwohlhabende Bewohner verloren, die häufig seine bestenErwerbsmittel nach Aussen verpflanzten und dort Con-currenten der zurückbleibenden Gewerbtreibenden wurden.Die Bevölkerung nahm dadurch ab und die berühmtenTuch- und Messingfabriken erhielten einen empfindlichenStoss. Die Zeiten während und nach dem dreissigjährigenKriege brachten statt Besserung allgemeine Noth, Hungerund Pest und verminderten die Bevölkerung Deutschlandsum zwei Fünftel. Es musste seit 1614 für den Rath eineHauptaufgabe sein, neue Bewohner gegen dargebotene Vor-theile heranzuziehen. Noch am 25. Hornung (Februar)des Jahres 1677 lud er Katholiken, die sich eines gutenLeumundes erfreuten, ein, sich in Achen niederzulassen.Adelichen, Rentnern und Kaufleuten, die mit Sammt, Seideund ähnlichen werthvollen Stoffen Handel trieben, ver-sprach er das Bürgerrecht und auf sechs Jahre Be-freiung von Wachdiensten und von Steuern zum Unterhaltder Miliz; auch Handwerkern und Gewerbtreibenden boter entsprechende Vortheile an, Allen aber verhiess erAntheil an den Privilegien von Päpsten, Kaisern, Königen