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Achen von Münsterschen Truppen belagert.
allemal Befreiung von ferneren Kriegslasten zu erlangen.Dieser erwirkte auch einen unter dem 5. März 1677 ausWien datirten Befehl (Meyer S. 670), dem gemäss dieStadt in Berücksichtigung „des im Jahre 1656 erlittenenhochschädlichen Brandes und der bei gegenwärtigen Kriegs-läuften ausgestandenen Durchzüge, Einquartierungen undentrichteten schweren Contributionen, sondern auch (auchin Betracht) dass die Stadt bei vorigen (früheren) Kriegs-zeiten und von Alters her in Ansehung der daselbst zumTrost der Kranken und Presshaften vorhandenen Bäderund Kur jedesmal von den kriegenden Theilen unbeein-trächtigt und von allen Einquartierungen frei geblieben,sammt ihrem Zubehör und ihren Dorfschaften von Ein-quartierungen , Durchzügen, Contributionen und anderenKriegslasten frei sein sollte, wie schon am 12. September1675 bestimmt worden sei."
Dieser Freibrief fruchtete nichts, denn im Novembererschienen Abgeordnete des Münsterschen Generals vonWedel und erklärten, die Stadt müsse auf Anordnung derBundesgenossen einige tausend Mann Münsterscher Truppen,drei Regimenter zu Fuss und ein Regiment zu Ross, auf-nehmen, um die französische Besatzung zu Mastricht inSchach zu halten. Der Rath schlug dieses Ansinnen ent-schieden ab, entschlossen, seine uralten Privilegien undFreiheiten aufrecht zu erhalten und forderte am 16. No-vember alle Bürger, Einwohner und Unterthanen auf, fürihre Vaterstadt Leib, Gut und Blut einzusetzen, versprachauch Allen, welchen durch die Vertheidigung irgend einSchaden erwachse, diesen aus Stadtmitteln zu ersetzen.Am 17. rückten die Truppen in das Achener Gebiet ein,das sie feindlich behandelten, und stellten sich vor derStadt auf, errichteten eine Batterie, beschossen die Stadtund warfen bei Nacht glühende Kugeln in dieselbe. DieBürger erwiederten von den Wällen tapfer mit dem grobenGeschütz, mit Hakenbüchsen und Musketen. Als auf dieAufforderung vom 18. Morgens, die Tliore zu öffnen, derMagistrat antwortete, nur der grosse Rath könne darüberentscheiden, wurde am Nachmittage das Schiessen erneuert.Am Abende schickten die Belagerer den pf'alzneuburg-