Die Theresia- und Augustinerkirche.
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nach dem Vertrag von 1469 dem Hause Burgund jährlichzu zahlen pflegte. Die Stadt war dazu erbötig, wenn dieStaateD ihr die von Burgund verliehene Zollfreiheit in dendrei Ländern fortbestehen Hessen, was sie aber nicht thaten.In Bezug auf Vaels gaben sie aber uur insoweit nach,dass sie der Stadt das Pfarrhaus mit seinen Einkünftenund Gefällen beliessen. Achen erlitt also im Jahre 1663auf dieser Seite seines Gebietes eine Einbusse, wie imJahre 1439 an der Grenze Limburgs, als es den Galmei-berg verlor.
Dem Junker von „Schonvors" gehörte ein Hof, welcherdem Eingange des Beginenwinkels in der Pontstrassegegenüber lag und in den Besitz der Freiherren von Bins-feld gelangt war. Als der Stadtbrand von 1656 ihn ver-zehrt hatte, schenkte Wilhelm von Binsfeld den Raum zumBaue eines Klosters und einer Kapelle der Discalceaten-nonnen in Köln, welche am 8. Juni 1662 das Kloster be-zogen. Es lag, wo die heutige Kirche zur h. Theresia steht.Die 1728 begonnene Kirche wurde im Jahre 1748 geweiht.(Quix, Beitr. II. S. 44.) Auch die heutige Augustiner-kirche gehört dieser Zeit an; der Pater Prior Lambertus,Graf von Goltstein, begann 1663 den Bau derselben. ImJahre 1678 wurde sie geweiht.
Im Jahre 1665 herrschte in Achen eine ansteckendeKrankheit, wegen welcher man nur vier Thore offen liess,die anderen wurden wahrscheinlich der Controlle wegengeschlossen. Ein im Jahre 11361 erlassenes Verbot, Schweinein den Strassen herumlaufen zu lassen, erweckt keinenhohen Begriff von der Reinlichkeit in jenen Tagen 1 ).
Im Jahre 1666 stand Achen wieder mit den General-staaten auf • gespanntem Fusse, dieses Mal durch eigeneSchuld. Es hatte nämlich der kriegerische Fürstbischofvon Münster, Bernhard von Galen, der in dem KriegeFrankreichs gegen Spanien von 1666—1668 auf französi-scher Seite stand, die Lande Uebermaas kriegerisch besetztund in denselben starke Contributionen auszuheben befoh-len, welche seinen Commissarien in Achen übergeben wer-
l ) Dr. M. Lersch, Gesch. des Bades Achen. 1870. S. 53.