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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Achen in Streit mit den Generalstaaten.

Sendgerichtes gegen Bürger und Reichsunterthanen inner-halb vierzehn Tage zu exequiren; thut er es nicht, dannübernimmt dies auf Antrag des Sendgerichts der Vogtmeier;gegen Fremde exequirt der Vogtmeier das Urtheil.

Der Magistrat richtet am 30. Juli 1660 an KönigKarl II. von England, dessen Vater Karl I. im Jahre 1649hingerichtet worden war, ein Glückwunschschreiben zudessen Regierungsantritt. Derselbe war nach der Hin-richtung seines Vaters nach merkwürdigen Ereignissen aufden Continent geflüchtet und hatte eine geraume Zeit desJahres 1655 in Achen gelebt; in ähnlicher Weise brachteder des Thrones von Schweden beraubte König Gustav IV.am Anfange dieses Jahrhunderts längere Zeit in dem hie-sigen Bade zu.

Als nach dem sogenannten Partage-Traktat vom 26. De-zember 1661 im Haag zwischen König Philipp IV. vonSpanien und den Generalstaaten diesen die Länder Ueber-maas, nämlich Falkenburg, Dalen und Herzogenrath über-lassen worden waren, gerietli Achen wegen des DorfesVaels mit den Staaten in Streit. Vaels, das grösstenteilszur Herrschaft Herzogenrath gehörte, sollte mit dem 1. Maides Jahres 1663 seine Kirche verlieren und der katholischePfarrer dieselbe unter Androhung schwerer Strafe nichtmehr betreten. Achen wies den Generalstaaten nach, dassungefähr fünfzig Häuser des Dorfes, das Pfarrhaus undder vordere Theil der Kirche, die sogar ihr Bauholz ausdem Achener Wald genommen, urkundlich auf seinemBoden lägen. Vorstellungen im Haag fruchteten nichts. DieStaaten waren ungehalten darüber, dass Achen überhauptkeine Reformirten zuliess und am Anfange des Jahres 1661zwei reformirte Prediger aus der Stadt gewiesen hatte.Wegen dieses letztern Umstandes hatten die Staaten einso drohendes Schreiben an Achen gerichtet, dass diesessich am 26. Hornung an den Kaiser und am 16. März anden König von Frankreich wandte und die Kurfürstenvon Köln, Mainz, Trier und Pfalz um Vermittelung anrief.Auf einer Conferenz holländischer Commissarien und Ver-treter des Achener Rathes am 12. Juni zu Mastricht ver-langten jene zweihundert Gulden rheinisch, welche Achen