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276 Achener Friede.
den sollten. Darauf hin hatten die Staaten gedroht, dasAchener Gebiet mit Feuer und Sehwert zu verwüsten.Glücklicher Weise kam es nicht dazu, da der Rath dieBeamten des Bischofs aus der Stadt entfernte. Der Kriegzwischen Frankreich und Spanien war wegen der spanischenNiederlande ausgebrochen, auf welche der ländergierigeLudwig XIV. als Gemahl einer Tochter des 1666 verstor-benen spanischen Königs Philipp IV. dem Devolutions-oder Heimfa'llrechte gemäss Ansprüche zu haben vorgab.Durch die von den Staaten bewirkte Trippelalliance zwi-schen Holland, England und Schweden sah sich indessender französische König genöthigt, auf seine Ansprüche zuverzichten und sich mit den Städten Charleroi, Ath,Oudenarde, Douai, Tournay und Lille zu begnügen.
Achen war zum Sitz der Conferenzen ausersehen, welcheim Mai 1668 den nach ihm benannten Frieden herbeiführten,ein Umstand, welcher der kaum aus der Asche erstandenenStadt zu gute kam und die Aufmerksamkeit der vorneh-men Welt auf sie hinleitete. Der päpstliche NuntiusFranciotti, welcher zunächst bei den Regulirherren, daraufin der Wohnung des Gerlach Mauw auf dem Graben, heuteFriedrich Wilhelmplatz, abgestiegen war, hatte es sichsehr angelegen sein lassen, dass die Wahl des Congress-ortes auf Achen fiel. Die Verhandlungen fanden in seinerWohnung statt. Für den spanischen Gesandten von Bruck-hofen Freiherrn von Bergeyck war das gräflich geleen'scheQuartier bestellt. Englischer Gesandter war Temple, fran-zösischer Franz Colbert, ein Bruder des berühmten Finanz-ministers, holländischer Beverning. Das Geleite der Ge-sandten hatte Pfalzneuburg übernommen. Als am 21. Mai1668 gemeldet wurde, dass der Marschall von Luxemburgmit Truppen durch das Gebiet der Stadt nach Herzogen-rath zu marschieren beabsichtige, schickte auf das Bittender Bürgermeister Johann Bertram von Wylre und NikolausFibus der französische Gesandte an den General das Gesuch,das Achener Gebiet zu verschonen. Unterdessen wurdendie Wachen verdoppelt und das Geschütz auf die Wällegebracht. Der Rath schenkte dem Marschall ein FuderWein und schöne Pistolen und beschloss, den französischen