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Die Gesellschaft zum Bock.
Aas Ehrfurcht vor dem Andenken Karls des Grossenpflegten die französischen Könige nach ihrer Krönung in
nominelle elf Gulden und dem Gesellscliaftsdiener eine Mark; seit1656 musste er seine eheliche Geburt nachweisen! Den neuaufgenom-menen Mitgliedern wurde der Gaffelbrief von 1450 vorgelesen; dessenBestimmungen aufrecht zu erhalten sie den Grafen in die Handgelobten. Die Mitglieder zahlten^ jährlich einen Geldbeitrag, der imJahre 1461 drei Mark betrug, und mussten sogenannte Kogeln, eineArt Kopfbedeckung aus Tuch anschaffen, die sie bei Begleitung derFrohnleichnamsprocession trugen. Unter Androhung einer Geldstrafewaren sie zur Begleitung der Leiche der Frau oder der Kinder einesMitgliedes verpflichtet; eben so mussten sie unter Geldstrafen denHauptversammlungen oder Stuhltagen der Gesellschaft beiwohnen,auch mussten sie das, was auf der Leuve — Lobium — gesprochenwurde, geheimhalten. Einzelne Mitglieder der verschiedenen Zünfteoder der Gesellschaften, welche Zunftgerechtsame hatten, bezogen amAbende vor Frohnleichnam bis zum folgenden Abend in vollerRüstung die Scharwache. Jede Zunft oder jede Gesellschaft erhieltdafür vom Magistrat acht Viertel Wein oder sechszehn Gulden. ImJahre 1580 hatte der Magistrat jeden Bürger verpflichtet, unterVerlust des Bürgerrechts sich in eine der Zünfte einschreiben zulassen. Brüder konnten gleichzeitig Grafen sein. Im Jahre 1629war der Achener Geschichtschreiber Dr. J. Johann Nopp, welcherauf dem Augustinerbach ein Haus besass, Gräfe. Die neuen Mit-glieder gaben der Gesellschaft ein Essen, ebenso derjenige, welcheraus ihr in den Rath gewählt wurde. Statt des Essens gab seit dem22. Juni 1664 der zum kleinen Rath Gewählte der Gesellschaft drei,der zum grossen Rath Gewählte zwei Souverainsd'or. Die Gesellschaftwar nie sehr zahlreich, obgleich sie einen bedeutenden Einfluss aufdie politischen Verhältnisse der Stadt hatte. Nach dem Verzeichnissder verstorbenen Mitglieder, welches 1414 anhebt und mit demJahre 1786 schliesst, hat sie in diesem grossen Zeiträume im Ganzen696 Mitglieder gehabt. Im Jahre 1636, wo sie deren 45 zahlte,1 scheint sie die grösste Aiyiahl erreicht zu haben. Für die verstor-benen Mitglieder wurde jährlich ein feierliches Seelenamt abgehalten,anfangs in S. Foilan, seit dem 17. Jahrhundert in der Augustiner-kirche. In den Ausgaberechnungen kommen in der ersten ZeitWürfel, seit 1444 Würfel und Kartenspiele vor, die zur geselligenUnterhaltung dienten. . Nach den Ausgaberechnungen wurde derGesellschaftssaal, obgleich schon die Stadtrechnungen vom Jahre 1353von einer Steinkohlengrube — fovea carbonum — und von Stein-kohlen — lapideae! carbones — reden, mit Holz geheizt.