Achen und der westfälische Friede.
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ausschliesslich katholische Stellung behauptet, hatte dieStadt nach dem jus refonnationis auch das Recht erlangt,dieselbe festzuhalten. Ferneren confessionellen Streitigkei-ten war nun zwar vorgebeugt, aber materiell kam die Stadtin Nachtheil. Zur Blüte gelangte sie bis zum neunzehntenJahrhundert nicht wieder, Zeiten, wie die des vierzehntenJahrhunderts, kehrten nicht zurück. Kaum acht Jahrenach dem Frieden wurde ihr Wohlstand durch den allge-meinen Stadtbrand fast unheilbar erschüttert. Dem Brandefolgten die Raubkriege Ludwigs XIY. und die Bedrängnissedes westlichen Deutschlands durch dieselben. Der unkatho-lische Theil Deutschlands betrachtete Achen so wenig alsKöln, das ebenfalls den ausschliesslich katholischen Cha-rakter festgehalten hatte, mit günstigen Augen. Deuten dahindie SprUchwörter: „Man findet manchen Tropf, der nichtnach Achen kam," und „das geschieht, wenn der Teufelvou Achen kömmt"? K. Simrocks Deutsche Volksbücher,Frank. 1851, 5. Band, S. 3, Nr. 47 und Nr. 48.
In früheren Jahrhunderten hatten die Krönungen Alles,was Bedeutung im Reiche besass, wenn auch nur vorüber-gehend, nach Achen geführt. Seitdem diese in Frankfurtoder anderwärts stattfanden, wurde Achen dem übrigenDeutschland immer mehr entfremdet. Nur die alle siebenJahre wiederkehrenden grossen Heiligthumsfahrten wende-ten demselben das Interesse des katholischen Deutschlandszu. Die durch ganz Europa, ja Uber die Grenzen Europashinaus wegen ihrer grossen Wirksamkeit bekannten Heil-quellen sind der Stadt von jeher von grossem Vortheil ge-wesen und haben ihr durch Zuführung vornehmer und reicherPersönlichkeiten erwünschte Gelegenheit zu Erwerb ge-geben, zugleich aber auch die Erinnerung an ihren glor-reichen Gründer und an bessere Zeiten im Andenken derMenschen erhalfen. Dazu kam, dass die Stadt ältere In-dustriezweige zu cultiviren fortfulir und neue einführte undvervollkommte.
Die Lage der Protestanten in Achen war nicht gebes-sert worden, sondern blieb eine bedrängte. Im Jahre 1653„wandten sowohl die der Augsburgischen Confession alsauch die der reformirten Religion zugetliane evangelische