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Achen nach dem westfälischem Frieden.
Gemeinde" sich an den Reichstag mit der Beschwerde, dassvor länger als Jahresfrist „das Synodal- oder Sendgerichtmit Hülfe des Magistrates die evangelische Bürgerschaft,vor nnd nach vorgefordert und in vorgeschriebener kurzerFrist (praefixis certis et angustis terminis) dahin angewie-sen habe, dass sie sich wegen ihrer Copulation und Kinder-taufe von katholischen Priestern in deren Kirchen ') noch-mals überlesen, wie es will genennet werden, oder vielmehrzum andernmal copuliren und taufen, und ihre Kinder beiden Katholischen informiren lassen, oder aber auf Ver-weigerungsfall ihres Vaterlandes, der Stadt Achen, undbürgerlichen Beiwohnung und Handthierung sich entäussernund in das bittere Elend emigriren sollen; Gestalt dannbereits eine grosse Anzahl Ehegenossen also ausweichenund mit Hinterlassung ihrer zeitlichen Nahrung die Stadträumen." (Meyer p. 647 ff.) Dass Beschwerdeangelegenheitennoch auf den Reichstagen nach geschlossenem! Friedenfortgeführt werden könnten, war am 13. März 1648 zuOsnabrück trotz der Befürwortung des brandenburgischenGesandten von den kaiserlichen Gesandten entschiedenabgelehnt worden.
Am 31. Mai 1653 wurde Kaiser Ferdinands III. Sohn,Ferdinand, zu Regensburg zum deutschen Könige gewählt.Bei der am 18. Juni desselben Jahres ebendaselbst statt-findenden Krönung, die dem alten Herkommen gemäss ge-schah, waren auch die Abgeordneten der Stadt und des Stiftesmit den Reichsinsignien anwesend. Der deutsche Königstarb schon am 9. Juli des folgenden Jahres.
Um diese Zeit entstanden in Achen kurz nacheinanderdrei Frauenklöster. Theresia von Goltstein-Breil, Nonnein dem Poenitente nkloster zu Dalhem oder Dalheim bei Lim-burg bezog 1647 mit fünf anderen Nonnen desselben Ordensein von ihrem Oheim, Johann von Goltstein, Dechanten deshiesigen Münsterstiftes,* geschenktes geräumiges Haus in derAdalbertstrasse. Auf Verwendung des Erzherzogs Leopoldvon Oesterreich, Gouverneurs der spanischen Niederlande,
J ) Es werden wohl die Pfarrkirchen gemeint sein, in deren Be-zirk die Protestanten wohnten.