Aclien und der westfälische Friede.
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Ambacliten untersagt worden sei, obgleich sie alle bürger-lichen und anderen aussergewöhnlichen Lasten bei den be-drängten Kriegszeiten vor andern tragen gemusst; fernerwird geklagt, dass sie dem Priester, der das vermeinteSakrament trägt, auf der Strasse nicht ausweichen, son-dern demselben mit entblösstem Haupte Reverenz und de-müthige Veneration erzeigen, ja am Sakraments-(Frohn-leichnams)tage der Procession unter Androhung namhafterStrafe beiwohnen mussten, dass ferner diejenigen, welcheihre Kinder von Evangelischen taufen oder ihre Ehe ein-segneil Hessen, endlich diejenigen, welche mehr als 16 Per-sonen zur Beerdigung einlüden, schwer bestraft würden.Die evangelische Gemeinde zu Aclien sieht es als eineSchickung Gottes an, dass die evangelischen Kurfürstenund Stände in Osnabrück zur Verbesserung der Religions-und anderen Beschwerden versammelt sind, und erwartetmit Zuversicht Abhülfe.
Die evangelischen Stände zu Osnabrück erklärten am9. Juni 1646, Acken soll wieder in den Stand gesetzt wer-den, in welchem es sich bei Aufrichtung des Religions-friedens befand. Dasselbe erklärten am 22. Juli 1646 dieEvangelischen zu Münster; dieselben verlangten am 25. Juli,die Evangelischen sollen in Achen die öffentliche Uebungihrer Religion und den Zutritt zu obrigkeitlichen Ehrenund Aemtern haben, wie sie beides vom Jahre 1578 bis1598 gehabt.
In einer Zuschrift der evangelischen Gemeinde zuAchen an sämmtliche Gesandte der evangelischen Kurfür-sten und Stände zu Münster und Osnabrück wird einge-standen, dass bei Aufrichtung des Religionsfriedens dieevangelische Bürgerschaft Achens keine öffentliche Reli-gionsübung besessen, obgleich eine ziemliche Anzahl Evange-lischer sich im Rath und in der Bürgerschaft befunden, derendlich nach vielen Vorstellungen am 23. Juli 1574 diefreie Ausübung gestattet worden sei, die bis zum Jahre1598 bestanden habe. Auch verlangte man Rückkehr fürdie Vertriebenen und Verzogenen oder deren Erben. Daslutherische Kursachsen hielt dafür, Achen zur Wiederauf-nahme der Evangelisehen zwingen, hiesse dem Calvinismus