Gratia belagert Achen
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vators- und Weingartsberges. Als am folgenden Tage einfeindliches Commando sich dem Kölnthore näherte, machtendie Belagerten einen neuen Ausfall, trieben dasselbe bishinter das Landgut S. Thomas mit einem Verluste von20 Mann zurück, und hätten es gänzlich aufgerieben, wenneine Abtheilung Reiterei ihm nicht zu Hülfe gekommenwäre. Die Belagerten verloren zwei Mann. Am folgendenTage Hess der General die Stadt von der Anhöhe beimKönigsthor und von dem Salvatorsberge aus beschiessen.Es fielen im Ganzen 380 Schüsse, besonders gegen dasKönigsthor, in dessen Nähe man Bresche schiessen wollte.Am 15. März ruhte das Geschütz, da der General in Lim-burg Munition holen lassen musste, das Schiessen wurdeaber an den beiden folgenden Tagen mit Heftigkeit fort-gesetzt. Allein gegen den sogenannten langen Thurmwurden 250 Schüsse gerichtet, die endlich das hohe Dach-werk in den Graben warfen und das Gemäuer arg be-schädigten '). Auch wurden Feuerkugeln und Granaten indie Stadt geworfen, die indessen wenig Schaden anrich-teten, da die Bürger auf ihrer Hut waren. Am 18. wagtendiese einen Ausfall aus dem Königsthor, wobei zwanzig Mannder Feinde getödtet und sechs gefangen genommen wurden.Als auf eine Anfrage des Raths an den General Granavon demselben Tage die Antwort erfolgte, Achen müsse1500 Mann, 140 Pferde und den halben Stab aufnehmen,erneuerte sich am folgenden Tage, nach der Ablehnung vonSeiten des Raths, der Angriff. Die Stadt hatte an dieKurfürsten von Köln und Mainz um Hülfe gesandt. Alsaber von beiden in der Nacht vom 20. auf den 21. MärzBriefe ankamen, welche zur Kapitulation und zur Aufnahmeder Besatzung riethen, erkannte die Stadt, dass ein län-gerer Widerstand sie der Zerstörung preisgeben hiesse.Schon 900 fünfundzwanzigpfündige Kanonenkugeln waren
x ) Im Jalire 1624 war der obere Theil des langen Tkurmes, vomBlitz getroffen, abgebrannt; der mit Blei bedeckte Thurm der Lieb-frauenkirche hatte an demselben Tage das gleiche Geschick undwurde erst 1627 restaurirt. Bei Aufrichtung des Kreuzes ist durchUnvorsichtigkeit der AVerkleutc das Dach der Sakristei abgebrannt.