Achen und die Generalstaaten.
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Gottesdienst, Aufnahme in die Zünfte und Theilnahme anallen Rechten der Katholiken. Als sie am 11. August 1632Mastricht und am 8. September desselben Jahres Limburgerobert hatten, wurden ihre Forderungen dringender. Wennsie früher den Herren von Brabant als Besitzern von Lim-burg ein Recht auf Achen nicht zugestanden hatten, so nah-men sie nun als Herren von Limburg ein solches für sichin Anspruch. Unter dem 21. Mai 1633 schrieben sie demRath: „In Anbetracht, dass wir durch Eroberung des Für-stenthums Limburg Obervogt, Momber oder Meier der StadtAchen geworden und kraft der Einigung vom Jahre 1469zwischen dem Herzoge Karl von Burgund und der StadtAchen, welche im Jahre 1600 erneuert wurde, haben, wirals Herzog von Limburg für gut befunden, euch zu ermah-nen, ohne Entschuldigung und ohne Verzug die der Reli-gion wegen ausgewiesenen Bürger frei und ungehindertzuzulassen und neben den anderen Bürgern in ihre freienGebräuche, Gilden, Ambachten und Stadtrechte einzusetzen,den sämmtlichen Religionsverwandten die reformirte Kirchezu öffnen und die von Alters her zum Gottesdienste ge-brauchten Plätze, namentlich den Kliippel zurückzuerstatten,widrigenfalls sollen die Mittel bereit sein, die Forderungendurchzuführen."
Der Rath erwiderte, die Obervogtei sei eine Depencievom Reich mit der ausdrücklichen Restriction, dass durchsie nichts gegen das Reich präjudicirt werden dürfe, son-dern dass der Obervogt der Stadt dem Rath und den Ein-wohnern von Achen gegen Alle und Jeden beistehen undhelfen sollte, ausgenommen gegen das Reich gemäss derErklärung des Herzogs Johann (es ist Herzog Johann I.der Siegreiche von Brabant gemeint, der von 1288—1294regierte), dass der alte Verbund zwischen dem Herzogevon Limburg und der Stadt Achen allezeit so verstandenworden sei, dass kraft derselben der eine gegen den andern
standen von jeher unter dem Schutz Jülichs, bis der Herzog Wolf-gang Wilhelm sie 1629 wegen unverschämten Wuchers vertrieb. Ur-sprünglich waren sie Kammerknechte des Kaisers, dem sie das Schutz-geld zahlten.