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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Errichtung eines Lombard.

nisch redenden Schöffen Georg Pastor und den Syndik Ntittenan die Infantin ab, um deren Vermittlelung beim Kaiserflir die Entfernung der Besatzung zu erbitten. Aber auchdieses Mal liiess es, die Ruhe der Stadt sei noch nichtgesichert. Erst im Jahre 1632 erlangte diese die Befreiungvon der Militairlast.

Neben der Sorge, der Theuerung entgegen zu tretenund die Besatzung zu entfernen, beschäftigte den Rath dieAuffindung der Mittel, dem Wucher nnd Schacher abzu-helfen. Am 2. April 1626 verbot er das Geldwechseln gegenAufgeld und das Kassehalten, dann wurden die Juden,welche sich seit dem Jahre 1568 in der Stadt angesiedelthatten, verwiesen '). Dem Bürger Franz Tourniel wurde unterAutomation des Herzogs Wolfgang Willielm von Jülich,als Inhaber der Stadtvogtei, vom Rathe 1629 erlaubt, einenBerg der Barmherzigkeit oder Lombard zu errichten undzwar in dem alten Vogteigebäude auf der Jakobstrasse.Von dort wurde der Lombard in die Pontstrasse, der Egi-diuskapelle gegenüber, verlegt, dann wieder an seine frühereStelle gebracht und endlich im Jahre 1857 durch Beschlussder Stadtverordneten aufgehoben, nachdem ein an demselbenAngestellter das in ihn gesetzte Vertrauen zum Nachtheilder Stadt in schmählicher Weise missbraucht hatte.

Der Aufschwung der Nadelfabrikation muss ein erfreu-licher und das Produkt ein vorzügliches um diese Zeit ge-wesen sein, denn der Magistrat verbot in den Jahren 1626und 1631 einen andern Namen als den der Stadt Achenauf die versendeten Pakete zu setzen und fremde Nadelneinzuführen, um sie als achener Waaren zu verkaufen.

Die Generalstaaten verlangten in den Jahren 1629,1630 und 1632 für ihre reformirten Glaubensgenossen inAchen Einräumung des Kllippels für deren öffentlichen

Diese Letzteren wurden am Fastnachtmontag 1843 von Frevler Handnebst anderen werthvollen Gegenständen geraubt.

J ) Die Lombarden in Achen zahlten jährlich am Johannistage,24. Juni, an den Schöffenstuhl zwanzig Goldgulden und jedem Schöf-fen drei Pfund Zucker, dem Yoigtmeier zwei Goldgulden und spchsPfund Zucker. Die Juden in Achen, welche wie früher die Lombar-den Geld auf Pfand liehen, zahlten dem Vogtmeier' Schutzgeld. Sie