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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Theuerung.

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gegossen zu Dinant an der Maas, und naclunals, als eineZeitlang aufgesetzt gewesen und vom Regen seine Farbeverloren, übergoldet worden." Zwischen dem Springbrunnenund dem Rathhaus stand die vorerwähnte Schandsäule.

Im Jahre 1625 entstand durch Missernte eine Theue-rung 1 ), welche bis zum Jahre 1627 anhielt. Der Rath suchtedurch Verordnung vom 2. April 1626 derselben zu steuern,indem er den Preis des Roggens und des Weizens fest-stellte. Seine Bemühung war vergeblich, die Notli stiegund das 7 1 / 2 Pfund schwere Brod kostete 14 Mark, 5 Sgr.10 Pfennige unseres Geldes. In dieser Bedrängniss gaber die städtischen Vorräthe wohlfeil ab, kaufte fremde an,gab die Einfuhr des Getreides frei uud liess durch dieChristoffel in allen Grafschaften das Brod zu 8 Mark ver-kaufen. Die Notli schwand endlich im Jahre 1627. Bei derTheuerung war der Stadt die Anwesenheit der Besatzungum so drückender. Als im Jahre 1627 die spanische In-fantin, die Statthalterin der Niederlande, Isabella ClaraEugenie, die während der religiösen Wirren aus der Stadtgeflüchteten und wieder in dieselbe zurückgeführten Heilig-thümer und Kleinodien besuchte 2 ), schickte der Rath den spa-

') Gleichzeitig herrschte in Achen eine ansteckende Krankheit.Deshalb hielten die Achener am 18. Juli 1625 von S. Foilan auseinen Bitt'weg zum h. Sebastian nach Würselen. Anthcil nahmen dieStiftsherren Maria Gerard Scliorbrott, Joh. Lapide, Adam Cremer,der Consul oder Bürgermeister Joachim Berchem mit seiner Schwesterund einem Diener, der Cautor und Archipresbyter Goswin Schrick,der Stiftsherr Delang, die Pfarrer Numaun zu St. Adalbert, NikolausGutjalir zu S. Foilan; ferner die Jesuitenväter mit ihren Schülern.Ausserdem zogen mit die Bürgermeister Joh. Schörer (derselbe warauch 1628 Bürgermeister, Quix, Ilist. Beschr. 46), Albert Schrick,Speckheuer, Streithagen mit ihren Frauen, Peter Nickel, der Prätormit seinem Sekretär, Peter Bawr, der Schöffe Andreas Weiler (Wilre),Hofen, der Rittmeister, Pastor, Dr. Nützen, der Syndik, der Werk-meister Ammei, Franz Schrick, Dr. Hoppig, alle mit ihren Frauen.Die meisten Mitglieder der Mönchsorden machten den Bittweg mit.Protokollbuch des Würseler Sendgerichts. 2 J Die Infantin schenkte,wie eine Gedenktafel in der Sakristei der Liebfraueukirche bekundet,in den Jahren 1599 und 1627 sehr reiche Gewänder und zwei kost-bare goldene reich mit Perleu und Edelsteinen gezierte Kronen.

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