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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Das Kapuzinerkloster. Die Jesuitenkirche.

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übertragen worden. Hier auf dem sogenannten Zinnner-graben wurde durh Edmund Huin von Amstenrath, dessenBruder Werner Huin von Amstenrath, Marschall des Her-zogthums Jülich, das Clarissenkloster gegründet hatte, dieKapuzinerkirche errichtet und am 27. Mai 1618 geweiht.Der Hochaltar der Kirche enthielt das beste Gemälde derStadt, die Geburt Christi von Peter Rubens, welches 1794durch die Franzosen mit andern Gemälden der Stadt undmit den Säulen der Münsterkirche nach Paris gebrachtwurde und sich angeblich später nicht mehr vorfand. DasKloster war von fruchtbaren Gärten mit edeln Obstbäumenumgeben. In dem Garten war die mit Wasser umgebeneRochuskapelle, in welche bei dem Stadtbrande von 1656die grossen Heiligthümer der Münsterkirche, die Kleinodienund das Archiv der S. Foilanskirche geflüchtet wurden.Nach dem Stadtbrande hielt der Stadtrath in dem Klosterseine Sitzungen.

Die Jesuiten hatten ihr Schulgebäude verlegt und mitgesammelten Beiträgen ein weit prächtigeres Gebäude zuihrem Gymnasium in so kurzer Zeit errichtet, dass, nach-dem 1615 der Grundstein gelegt worden war, dasselbe schonim folgenden Jahre eröffnet werden konnte. Dahin wurdenauch die philosophischen Studien, die früher bei den Domini-kanern gemacht wurden, verlegt. Zur Zeit des AchenerChronisten Nopp wurde S. Leonard zu einem Frauerklosternach der Einrichtung des zum h. Kreuz in Dalheim einge-richtet. Wie die Jesuiten eine höhere Schule für die männ-liche Jugend hatten, so die Nonnen von S. Leonard fürdie weibliche Jugend; sie lehrten lesen, schreiben, die fran-zösiche Sprache, nähen und andere weibliche Handarbeiten.Am 28. Mai 1618 wurde der Grundstein zur Michaelskirchedurch den Lütticher Suffragan Stephan Sterchius unter un-gewöhnlichen Feierlichkeiten gelegt, an welchen der Klerusder Liebfrauenkirche, die Prälaten der benachbarten Abteienund viele Edele sich betheiligten. Zu der Baustelle hatteder Magistrat weite Gebäulichkeiten angeschafft und nieder-legen lassen. Im Jahre 1628 wurde die Kirche eingeweiht.

Als die Generalstaaten in einem drohenden Schreibenvom 26. April 1618 den Achener Magistrat vor dem Ver-