Druckschrift 
2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
Seite
234
Einzelbild herunterladen
 

234

Clarissimien.

Gilles von Epen, Merten von Berg der ältere, Heinrich vonMetz, Jakob Deur, Jakob Beissmann und Daniel Hagen,weil sie sich an der Erstürmung des Rathhauses, der Miss-handlung des kaiserlichen Boten, welcher das kaiserlicheMandat anheftete, an der gewaltsameu Aneignung der Schlüs-sel der Stadt und des Zeughauses betheiligt hatten. Siebenund vierzig andere, welche sich an dem Aufruhr betheiligt,hatten gleiches Loos. Viele Andere, welche sich Geringe-res hatten zu Schulden kommen lassen, z. B. den Besuchder protestantischen Predigten, wurden nach Verhältnissder Personen und des Vermögens von den Subdelegirtenzu Geldstrafen verurtheilt.

In S. Leonard, wo im 12. Jahrhundert Chorherren vomh. Grab eine Kapelle errichtet hatten, entstand 1613 einSepulchrinerkloster.

Da die Mitglieder der Bruderschaft des Gasthauses zumh. Jakob am Ende des sechszehnten Jahrhundert^ bei denerzählten religiösen Händeln immer mehr zusammenschmol-zen, fielen die Gebäulichkeiten schliesslich der Stadt an-heim. Der Freiherr Werner Huin von Amstenrath erlangte,unterstützt durch die Empfehlung der Gouvernantin derspanischen Niederlande, Clara Eugenie Isabella, des Dechan-ten des Münsterstiftes, Heinrich Stravius und des Erzprie-sters Goswin Schrick von der Stadt die Kapelle nebst denzur selbigen gehörenden Häusern und Räumlichkeiten, umdaselbst ein Kloster vom Orden der h. Clara zu gründen.Vier Klosterfrauen des Ordens aus Köln errichteten am 30.Oktober 1616 das hiesige Kloster, in das als Novizinneneintraten eine Clara von Tlienen, Tochter des Vogtmeiersvon Thenen, Maria Moll, Catharina Forendal, Margaretavon Broich und Elisabeth von Harlem. (Quix, S. Jakob-spital S. 3 ff.)

Erst am 9. Januar 1617 traten die Schöffen unter ihremSchöffenmeister von Streithagen in dem' gewohnten Lokalzu einem Vogtgeding zusammen.

Bevor wir den Schluss der religiösen Angelegenheitenbesprechen, erwähnen wir zum Jahre 1618 die Gründungzweier neuen kirchlichen Gebäude. Das Webebegarden-kloster war 1591 eingegangen und 1606 den Kapuzinern