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Kaiser Matthias.
schaft er zufällig auf der Strasse gemacht hatte, gelang,dem Kaiser seine Angelegenheit vorzutragen, für die er,wie sich später zeigte, mit Erfolg thätig war.
Zu der im Mai 1612 anberaumten Königswahl ordnetenbeide Religionsparteien Vertreter nach Frankfurt ab, diekatholische den Bürgermeister und Schöffen JoachimBereborn, der von Wien aus sich dahin begab, den Licen-tiaten und Syndik Bado von Kuickhoven und den Stadt-schreiber Balthasar Münster, die protestantische den JohannRulandt, Dr. der Rechte, statt seiner später deu Bürger-meister Johann Kalckberner, Volkin Momma und AntonWolf. Indessen wurde für dieses Mal keine Partei zurVertretung Achens zugelassen. Wenn der erwählte KönigMatthias, ein Bruder Rudolfs II., Neigung gehabt hätte, dieKrönung in Achen zu empfangen, so würde er doch wegender daselbst herrschenden Zwietracht davon abgestanden sein.Nur das Stiftskapitel wurde eingeladen, mit den Reichs-insignien nach Frankfurt zu kommen, und sandte seinenDeclianten Heinrich Stravius, den Sänger Diederich vonWüstenrath, den Licentiaten Gottfried Schnell und denSekretär Heinrich Düsterwald dahin.
Kaiser Matthias vom Jahre 1612—1619.
Nach der Krönung des Kaisers Matthias veranlassteder Bürgermeister Berchein diesen, den Grafen Wilhelmvon Fürstenberg-Wildenburg-Werdenburg mit zwei kaiser-lichen Rathen als Commissarien nach Achen zu senden.Diese hielten, begleitet von den drei katholischen Vertreternin Frankfurt, die sie zu deren grösserer Sicherheit inihren Kutschen hatten, am 28. November ihren Einzug inAchen. Zwölf Fähnlein Bürger und drei Fähnlein Soldatenwaren ihnen entgegen gezogen.
Auf den Anfang des folgenden Monats luden die kaiser-lichen Commissarien beide Parteien zu einer Conferenz indem hiesigen Predigerkloster ein und erklärten, dass derKaiser aus eigener Bewegung und auf Wunsch der Kur-fürsten sich die Angelegenheiten Achens zur Sorge seinlasse, dass sein Wille dahin gehe, dass der BürgermeisterBercliem, der Syndik Kuickhoven und der Stadtschreiber