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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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222 Der Kaiser verlangt Wiederherstellung der alten.Yerhältnisse.

20. und 21. Oktober im Dominikanerkloster zur Berathungzusammen.

Am 21. November machten die Franzosen neue Vor-schläge, die von den Katholiken ebensowenig angenommenwurden, wie die früheren. Nachdem sie am 2. Dezemberdie Jesuiten fast wider deren Willen in das Collegiuinzurückgeführt hatten'), verliessen sie am 12. Dezember un-verricliteter Sache Achen; den Protestanten aber verspra-chen sie, den jungen König und die Regentin zu veran-lassen, die Friedensartikel zu unterzeichnen, wodurch derkatholische Rath vermocht werden würde, sie anzunehmen.

Die Jesuiten eröffneten mit dem Anfange des folgen-den Jahres wieder die Schulen. Am 15. Dezember ver-liessen die jiilichschen Commissarien, von Bürgern undSoldaten bis vor die Stadt begleitet und unter,Lösung desGeschützes von den Wällen, überhaupt unter denselbenFeierlichkeiten, unter welchen auch die französischen Ab-geordneten ausgeleitet worden waren, die Stadt. Die kur-kölnischen und die brabantischen Commissarien verliessendiese erst am 29. Dezember. So sahen die Katholiken sichauf sich selber hingewiesen. Nur die Antwort des Erz-herzogs Albrecht auf ein Schreiben der besitzenden Fürsten,in welchem sie ihn für ihre Ansichten gewinnen wollten,hielt der Achener Katholiken Hoffnung noch aufrecht. Inder Antwort vom 30. Dezember nämlich hatte der Erz-herzog die Fürsten ermahnt, die Hand „van die Aecken-sclie abzuhalten und die kaiserlichen Mandate abzu-warten."

Am 1. Januar 1612 kam Dr. Lingens mit einem Be-gleitungsschreiben von Cleve an und tlieilte dem protestan-tischen Ausschuss in der Kupferschlägerzunft - Leuve die

*) Der Marquis von Vieuville brachte den Reutor Schrick fastgewaltsam in einen Wagen und führte ihn mit den andern Jesuitenin das Collegium, wo er sich bei ihnen zu Tisch lud. Die Speisenund Tischgerätlie liess er aus der Nachbarschaft durch seine Dienerholen. Den Jesuiten gab er 22 spanische Goldgulden, ein mitleidigerProtestant schenkte ihnen 12 Königsthaler und später der Dechantvon Tongern 1000 Gulden.