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Eine französisches Gesandtschaft in Achen.
Schreiben, welches die um erweiterte Instruction nachCleve gereisten Commissarien am 27. August nach Achenbrachten.
Die am 28. Juli in Achen angekommenen brabantischenAbgeordneten, von Werp, Statthalter von Mastricht, Volkardvon Acheln, beider Rechte Doctor und Geheimrath, unddie am 4. August angekommenen kölnischen AbgeordnetenArnold von Buchholz, Probst zu Hildesheim, Philipp Roistzu Wertz, Reiner Beissel von Gimmenich, Herr zu Schmidt-heim, Arnold von Prüm von Aldenhoven, Doctor der Rechte,und der Licentiat Johann von Venlo suchten im. Namenihrer Herren die Bestimmungen des kaiserlichen Urtheilsvom Jahre 1598 aufrecht zu erhalten, und bemiiheten sichMonate lang vergebens.
Den Jülichschen Commissarien gegenüber hatten dieKatholiken Achens Mühe, sich des Verdachtes zu erwehren,als begünstigten sie Brabant zum N achtheile Jülichs, undzu zeigen, dass ihre Beziehungen zu Brabant mit derVogteiund Meierei über Achen nichts zu schaffen hätten.
Im September Hessen Johann Kalckberner, AdamSchanternel und Volkwin Moinma die Accisenkannner ge-waltsam öffnen, Andere nahmen die zwanzigtausend (zwei-tausend! sagt Nopp) Reichsthaler heraus.
Manche der Neuerer, welche einen schlimmen Aus-gang befürchteten, zogen sich nach Lütticli und anderenOrten zurück. In Bezug auf diese erliess der Bischof Ernstvon Lüttich am 22. September den Befehl, dass kein Frem-der sich daselbst länger als drei Tage aufhalten dürfe, ohnebei seinem Pfarrer zu erklären, woher er komme und wohiner wolle.
Nachrichten von den Bewegungen in Achen waren auchan den französischen Hof gekommen, der dieselben wohlals Handhabe zu politischen Zwecken zu benutzen vorhatte,denn am 29. September langten französische Gesandte inAchen an, der Marquis von Vieuville, Statthalter von Me-siers (Mezieres) und Lazarus von Selve, Präsident von Metz.Die Königin-Mutter, Maria, Regentin für den minderjährigenKönig Ludwig XIII., erklärte in dem Begleitungsschreibenihrer Gesandten, wie König Heinrich IV. zwischen dem