Beschwerdepunkte der Protestanten.
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legener Hof entzogen und dem genannten Kloster zumGebrauch übergeben worden sei. Am 18. Juli versammel-ten sieb die Commissarien mit den Bürgermeistern undBeamten in der Probstei zur Berathung obiger Punkte.Jene hielten dem Rathe die Gefahr vor, in welcher dieStadt schwebe, wenn die Gemeinde nicht zur Einigkeitzurückkehre, und schlugen namentlich drei Punkte vor:den Akatholiken die Uebung ihres Glaubens zu gestatten,dann ihnen Sitz im Rath zu gewähren, zumal bei ihnenansehnlichere und geeignetere Leute vorhanden seien, end-lich die Jesuiten aus der Stadt zu verweisen. Die Stimmungder Protestanten gegen diese drückte am 23. Juli ein ge-wisser Simon Classen aus. Dieser las am genannten Tagedem vor dem Stern versammelten Volke in Gegenwart desJohann Kalckberners eine Schrift gegen sie vor. In dieserbehauptete er, sie hätten den einen Fuss auf der Kanzel,den andern in der Rathssitzung, ihre Predigten erregtenAufruhr, durch Beichte und Marienbruderschaften suchtensie Einfluss in den Familien zu gewinnen. Was den erstenPunkt betrifft, so lag es nicht in dem Charakter der Zeit,sich mit der Duldung zu begnügen, man suchte für seinenGlauben die Herrschaft zu erstreben.
Als am ]. August der Magistrat den Commissarienantwortete, es stehe nicht in seiner Macht, die verlangtenPunkte zu gewähren, Hessen diese in ihrer Erwiederungvom 20. August den 3. Punkt, den gegen die Jesuiten, fal-len, bestanden aber nachdrücklich auf den beiden ersten.Als man aber auch darauf nicht einging, verlangten dieCommissarien, dass den Protestanten neben freier Uebungdes Glaubens die Besetzung des Rathes mit einem Dritteloder wenigstens mit drei oder vier Mitgliedern nebst einemSyndik und Sekretair ihres Glaubens zugestanden werde.Als der Rath auch dies ablehnte, verlangten sie nur, dassden Protestanten gestattet werde, in ihren Häusern Predigthalten zu lassen.
Die zu Rothenburg an der Tauber versammelten pro-testantischen Fürsten und Stände empfahlen am 14. August1611 den das Jülichsche Erbe besitzenden Fürsten, dieSache der Achener Protestanten in einem ausführlichen