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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
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Forderungen der Protestanten.

den; 2) Freigebung der Religionsübung inner- und ausser-halb der Stadt; 3) in allen Zünften sollen die Grefen zugleicher Anzahl aus beiden Confessionen gewählt werden,desgleichen die Bau- und Anibachtsmeister; 4) die Jesuitensollen die Stadt verlassen; 5) die Verbannten, Gilles Vossund Franz Mees werden wieder in die Stadt aufgenommen.Auf die erste Forderung wurde geantwortet, man erinneresich nicht, dass dies gegen Herkommen geschehen sei; zu2), durch Mandat von 1593 habe der Kaiser die öffentlicheReligionsübung untersagt, daher sei der Rath nicht befugt,sie zuzulassen. Uebrigens wollten sie erwirken, dass dieKläger ungestraft auswärtige Predigten besuchen dürften,nur sollten sie bei dem Hinziehen und beim Zurückkom-men sich ruhig und bescheiden betragen und nicht unterJauchzen und Frohlocken dahergehen; 3) wollten siebeim Rath erwirken, dass Grefen und Ambachtsmeister inallen Zünften in gleicher Anzahl aus beiden Religionenerwählt würden, nur dürfte in Religionssachen nichts vor-genommen, auch von einem Grefen nicht ohne den anderengehandelt werden. 4) Die Jesuiten seien auf Befehl desKaisers und anderer Fürsten berufen, die Bürgerschaftkönne dieselben ohne die allerhöchste Ungnade und ohneGefahr des Verlustes aller Privilegien nicht entfernen. 5)Die beiden Verbannten sollten zurückkommen, wenn siedarum bäten. Schliesslich verlangten Bürgermeister undBeamte, dass die Kläger das Rathhaus räumen und denChristoffeln die Schlüssel zurückgeben sollten.

Den in der Probstei (Jakobstrasse den Planken gegen-über) sich aufhaltenden Bürgermeistern und Beamten er-boten sich die Aufständischen, den Pöbel aus dem Rath-hause zu vertreiben. Als der Bürgermeister Berchem damiteinverstanden war und sich an die Spitze stellen wollte,fürchteten sie Blutvergiessen und zogen vor, die Sachedurch den Vogt Vercken bewerkstelligen zu lassen. DieKatholiken verlangten, dass man die Waffen niederlegeund die Beschwerden dem Rath zur Abhülfe vorbringe.Darüber entstanden wieder grosse Bewegungen, bis amAbend des 9. Juli der unter der Hand nacli Jülich abge-schickte Johann Kalckberner anlangte und die Nachricht