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Deputation nach Düsseldorf. Vergleich.
wissen, warum der Herzog die Stadt so feindlich behandelt."Das Volk verlor sich in Vermuthungen und meinte, derVogt müsse um die Ursache wissen. Daher begab sich einHaufen zur Wohnung des von Thenen, führte ihn auf denMarkt, wo er ihn umringte und um die Ursache des Zornesdes Herzogs befragte. Das Wort that Nellis (Cornelius)Kern, ein zungenfertiger katholischer Bürger. Der Vogtholte in seiner Anrede so weit aus, dass der grössere Theildarauf fortlief. Der Rest geleitete ihn nach seiner Woh-nung zurück. Als der Oberst Kirchradt von den Vorgängenin der Stadt hörte, gedachte er dieselben für seinen Herrnzu benutzen und schrieb an die Bürgerschaft Achens einenBrief, in welchem er erklärte, es sei nicht des HerzogsMeinung, für das Vergehen Einzelner die ganze Bürger-schaft zu strafen; ihm genüge es, wenn die Schuldigen ihmausgeliefert würden. Man kam überein, Deputirte nachDüsseldorf zu schicken, um über den Frieden zu unter-handeln. Zu ihnen gehörten Doktor Ludolf von Lintzenich,Johann Thielen, Mathias Sellins und Johann Kalckberner.(Meyer 542.) Diesen scldoss sich der Abt von CornelimünsterJohann Gertzen, genannt Sintzig, an. Zwei Tage vergingenüber Förmlichkeiten, ob nämlich die Deputirten mit oderohne Seitengewehr zur Audienz zugelassen werden sollten.Letzteres wurde endlich bewilligt. Der Achener SchöffeRichalt von Schwarzenberg that das Wort in französischerSprache und schob die der Herzogin angethane Unbill aufunverständige Leute. Die Herzogin (der Herzog JohannWilhelm war blödsinnig) antwortete: „Wir haben zeigenwollen, was es sei, sich wider das Haus Jülich und Loth-ringen aufzulehnen. Jedoch sei es auf Fürbitte des Kur-fürsten von Köln und des Herzogs von Mantua für diesesMal verziehen." Die Achener Gesandten kamen mit denJülichschen Räthen über folgende Punkte überein: 1. dassAchen seine Klage beim Reichskammergericht fallen lasse,2. die Belagerung Achens aufgehoben werde, 3. die aus demSchöffenkollegium, dem Rath und andern Aemtern Vertriebe-nen wieder eingesetzt werden. Man hatte früher auf demStern den Bürgermeister Franz Widenrath, Gilissen Bleyen-lieuft, Simon Moll, Heinrich Horbach und den Syndik