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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
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172 Der Kaiser verlangt Wiederherstellung des alten Zustande*.

von den Commissarien der Reichsstädte Strassburg, Ulmund Frankfurt aus. Diese hatten vergebens mit dem Her-zoge von Jülich und dem Bischöfe von Lüttich, dann zuBurtscheid zwischen den ausgewanderten und den in Achenzurückgebliebenen Katholiken einerseits und den Inhabernder Macht in Achen andererseits verhandelt, um eine Eini-gung zu Stande zu bringen.

Unterdessen schreiben die Protestanten auch an denKaiser, die Unruhen und Bewegungen in Achen seien ohneVeranlassung gleichsam als eine Fügung des Geschickesgekommen, seien aber jetzt grösstenteils wieder beigelegt.Der Kaiser sei schlecht unterrichtet. Sie könnten dem Be-fehle desselben in Bezug auf die religiöse Spaltung nichtgenau nachkommen, wenn nicht die Stadt zu Grunde gehensollte, zumal da keine vom Reich verbotene Secten, sondernnur Bekenner der Augsburgischen Confession in Achenseien; die Schlüssel der Stadt seien nicht gewaltsam weg-genommen worden. Katholiken oder Geistliche seien wedergetödtet noch verletzt worden.

Als sie sich an die Kurfürsten, August von Sachsenund Johann Georg von Brandenburg, wandten, schicktendiese ihre Schreiben dem Kaiser zu, der den Kurfürstendurch die Aufzeichnungen seiner Gesandten die nöthigeAufklärung gab. Der Kaiser bekundete seine Theilnahmefür die Privilegien der Stadt und sagte, in Bezug auf dieWahl sei Satzung, „dass Bürgermeister, Schöffen, ganzerRath des Kaiserlichen und Königlichen Sitzes und derStadt Achen in Zukunft, wie bisher einzig und allein diekatholische Religion bekennen, zu dem Rath und zu denAemtern der Republik sollten nur solche gewählt werden,welche zu dieser Religion halten."

Die Achener, welche am '25. Juli ein Rechtfertigungs-schreiben an den Kaiser beabsichtigt hatten, wurden durcheinen neuen Befehl erschreckt. Der Kaiser erklärte, ernehme die Verzögerungen und leeren Versprechungen nichtan, ihren Worten entsprächen die Thaten nicht, sie solltenden eingedrungenen Rath entfernen und den katholischenanerkennen, die fremden Prediger aus ihrem Gebiet ent-fernen, das Zerstörte wieder herstellen und Alles in den