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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
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Verordnung des Sendgeriehts.

treten sollten, welche eine Petition des Goswin von Zeuellund Arnold Engelbrecht um Gestattung eines Predigersunterzeichnet hätten, protestirten am folgenden Tage, alsder Beschluss in versammeltem Rathe vorgelesen wurde,Wilhelm Pastor, Peter Neustatt, Michael Lingen, PeterTreuel, Michael Koch und Hermann Bertolt' und erklärten,dass sie durch die Bitte, einen eigenen Prediger zu er-langen, nichts der Gemeinde Nachtheiliges gethan, und Ver-langten, dass der Beschluss im Rathsbuclie ausgestrichenwerde. Da letzteres nicht gewährt wurde, verliess HermannBertolt" den Rath unter dem Vorwurf) dieser sei Kläger undRichter. Ein Gleiches thaten Peter Treuel und MichaelLingen.

Als am 13. und 15. Mai Adam von Zeuell vor versam-meltem Rathe sich heftig ausgesprochen hatte, wurde eram 31. desselben Monates für immer aus Stadt und ReichAchen verbannt. Die neuerwählten Bürgermeister JohannEilerborn und Stephan Wolf hatten am 25. Mai den Eidgeleistet und gelobt, dem katholischen Glauben treu zubleiben.

Damit schlössen die äusseren religiösen Bewegungen fürdie nächsten Jahre ab. Im Jahre 1561 kamen Gesandte vomPapst Pius IV. und Kaiser Ferdinand 1. nach Achen, um dieAnzeige zu machen, das ökumenische Conciliumzu Trienthabe seine Sitzungen wieder aufgenommen. Sie fordertendie Stadt auf, durch Gebet und fromme Uebungen einenglücklichen Fortgang desselben von Gott zu erflehen. Indemselben Jahre wurde der Erlass des Sendgerichts durchdie einzelnen Pfarrer bekannt gemacht, dass die Einhei-mischen nach den Gebräuchen der katholischen Religionihr Leben einzurichten hätten, dass diejenigen, welche ausVerachtung der (Sakramente ohne Viaticum stürben, dasEselsbegräbniss erhalten sollen (sepultura asini sepeliendum).Derjenige, welcher im Leben die Kommunion mit den Katho-liken zu empfangen verschmäht habe, sollte derselben auchbeim Sterben nicht theilhaftig werden!

Auch in dem zu Achen gehörenden Dorfe Weidenspottete Einer der alten kirchlichen Gebräuche, unterrich-tete in dem neuen Glauben und taufte. Die Eltern der ge-