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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Wahl Maximilians II.

tauften Kinder wurden auf die Pfortengefängnisse gesetzt,und die in der neuen Lehre Verstorbenen wurden vor denStadtthoren oder in den Gemüsegärten begraben.

Auch die Grunibaeh'schen Händel, das letzte Aufloderndes Faustrechts in Deutschland, spielen von Unterfrankennach Achen hinüber. Am 4. Juli nämlich wurde PeterWeigel, der dicke Peter genannt, von einem gewissen Kogel-bert zu Achen der Theilnahme an dem Morde Melchiorsvon Zobel, des Bischofs von Würzburg angeklagt. Der-selbe war noch anderer schwerer Verbrechen beschuldigtund büsste mit dem Tode.

Kaiser Ferdinand I. wünschte gegen Ende des Jahres1562 seinen ältesten Sohn Maximilian zum römischen Königeerwählen zu lassen und lud deshalb die Kurfürsten nachFrankfurt zur Wahl ein. Sie erschienen mit Ausnahme desschwer erkrankten Erzbischofs Johann Gebhard' von Köln.Das Kurkollegium beschloss, den 9. November zur Wahlzu schreiten und dfn Neugewählten den 13. desselben Mo-nates zur Krönung nach Achen zu geleiten. Schon hat derKaiser am 3. November an den Kurfürsten von Köln umSchiffe geschrieben, die ihn mit dem neuen König und demfürstlichen Gefolge den Rhein hinunter bringen sollen, alser am vierten November vernimmt, dass der Kurfürst schonam zweiten gestorben ist. Der anberaumte Wahltag wirdnun abbestellt und dem Kölner Domkapitel aufgegeben, invierzehn Tagen einen neuen Erzbischof zu wählen. DerKaiser und die Kurfürsten sind nun wider ihren Willen,unter grossen Kosten und mit Vernachlässigung ihrer Landes-geschäfte in Frankfurt zurückgehalten. Soll der künftigeErzbischof von Köln, wie bisher Sitte war und die goldeneBulle festsetzte, die Salbung vornehmen, so wird ihr Aufent-halt in Frankfurt um Vieles verlängert, da voraussichtlichder neue Erzbischof der Vorbereitung zu der Krönungsfeierbedarf, und dann steht auch noch in der harten Winterzeitdie beschwerliche Reise nach Achen bevor. Daher wirdin Berathung gezogen, ob nicht für dieses Mal die Wahlohne einen Erzbischof von Köln und die Krönung in Frank-furt statt in Achen geschehen soll. Die in Frankfurt an-wesenden Gesandten Achens, unter denen sich der Syndicus