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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Zuleger unterhandelt mit dem ttath.

seineWerbung" bis zum Montag, den 19., verschieben.Sonntag Abends überreichte er sein Beglaubigungsschreiben.Als der Zweck seiner Sendung bekannt wurde,Hessen als-bald für den folgenden Montag die Pfaffen in aller Früheum vier Uhr ihr Kapitel zusammen berufen, beriethen sichund schlichen hin und her in die Häuser der Bürger, wiemir glaublich mitgetheilt wurde, sagt Zuleger, um sie zubestechen und zu ermahnen, zu ihnen zu halten."

Montags hält Zuleger seinen Vortrag und überreichtCopie der (beiliegenden) Instruction.Es ist aber derBrauch der Stadt Ach, sagt, Zuleger, dass hochwichtigeSachen, sonderlich diejenigen, die Aenderungen (Mutationen)bezwecken, nicht in dem gewöhnlichen kleinen Rath, son-dern vor dem grossen Rath verhandelt zu werden pflegen,in welchem wohl über die hundert Personen zu sitzen pfle-gen. Aber sie stimmen nieht nach Köpfen, sondern nachZünften, also dass etwa acht Personen ein Votum abgeben,und sind derselben fünfzehn. So ist nun diese Sache auchverhandelt worden." Man wurde am Montage nicht fertig,und Zuleger vernahm, es seienein grosses tliail grob un-verstenndig leutt" darunter, die von der AugsburgischenConfession und von dem Religionsfrieden nichts wüssten.Er brachte es zu wege, dass diese beiden Stücke verlesenwurden. Am 20. Juni erfolgte kurz und einfach die Ant-wort des Rathes dahin, er würde in der Religion keineAenderung zulassen oder gestatten. Zunächst replicirteZuleger darauf mündlich, übergab dann eine Schrift, inwelcher sehr ausführlich mitgetheilt wird, dass die Erfüllungdes Begehrens der Stände der Stadt nur Vortheil bringenkönne, er erbietet sich auch noch zu weiterer Berathschla-gung und bemerkt in Betreff des Reichstages, dass jeden-fallsvon hiervor bewilligtem Reichsabschiede des Jahres55 nichts abgenommen, sondern derselbe bis zu endlichervergleichung in der Religion stet und fest bleiben sollte."Der Rath berieth noch einen ganzen Tag und antworteteMittwoch Nachmittags:ein ehrbarer Rath müsse nochmalsdas gestellte Begehren abschlagen, weil in diesen Nieder-landen sonst Niemand von den Ständen eine Aenderung inder Religion vorgenommen hätte und sie also die ersten