Ferdinand I. zum Könige gekrönt.
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zu Bologna durch Papst Clemens YIL zum Kaiser gekröntworden. Es war dies, wie schon erwähnt, die letzte Krö-nung eines deutschen Herrschers durch einen Papst.
Schon seit mehreren Jahren hatte der Erzherzog Fer-dinand für den durch die vielen auswärtigen Besitzungenin Anspruch genommenen Bruder die deutschen Angelegen-heiten geleitet. Der Kaiser wünschte nun, dass Ferdinandals König diese Thätigkeit fortsetze. In der That wurdeFerdinand am 5. Januar 1531 von den Kurfürsten zu Kölnzum Römischen Könige gewählt. Am 9. desselben Monatskam er erst bei anbrechender Dunkelheit in dem DorfeHaren an. Da er warten wollte, bis der Achener Magi-strat ihm dem Herkommen gemäss das Wahldekret abfor-dere, übernachtete er hier, um den folgenden Tag nachVorzeigung der Wahlurkunde seinen feierlichen Einzug inAchen zu halten. Dem Hause, wahrscheinlich Kalkofen,das ihn beherbergt hatte, es soll der in der GeschichteAchens bekannten Familie von Haren zugehört haben, gaber für ewige Zeiten Freiheit von allen Lasten. (Beeck,p. 142.) Am 11. Januar fand unter dem herkömmlichen Ge-pränge die Krönung durch den Erzbiscliof von Köln, Her-mann von Wied, und darauf das Krönungsmahl statt. Ausserdem Kaiser, welcher auf seiner Reise nach den Nieder-landen am 12. Januar in Achen an die Schenke Eberhardund Valentin von Erbach eine Urkunde ausstellte (Meyer,S. 452, n.), wohnten der Feier bei die Kurfürsten Albrechtvon Mainz und Richard von Trier, der Markgraf JoachimNestor von Brandenburg und der Pfalzgraf Ludwig. Nichtohne Widerspruch mächtiger Reichsfürsten und vieler Reichs-stände und unter dem Drucke der religiösen Zwietrachtwar Ferdinand I. König geworden. Daher bot diese letzteKrönung, welche Achen sah, nicht den Glanz dar, welcherin früheren Jahrhunderten die Feier ausgezeichnet hatte.Von nun an fanden die Krönungen in anderen Städten, diemeisten in Frankfurt statt. Alle Bemühungen Achens, dieBestimmung der goldenen Bulle, welche ihm die Ehre zu-wies , wieder zur Geltung zu bringen,' blieben fruchtlos.Der Verlust dieses Vorrechtes trug nicht wenig dazu bei,seine Bedeutung im Reiche zu schmälern.