12-1 Einzug d. erw. Königs in Achen. Krönungsmahlu. and. Festlichkeit.
Kurfürsten, wahrscheinlich um Rangstreitigkeiten vorzu-beugen, in einer Linie vor dem des Königs standen. DemKönige gegenüber in der Mitte sitzt der Erzbischof vonTrier, ihm zur Rechten der von Köln und ihm zur Linkender von Mainz. Hinter dem Erzbischofe von Köln, alsozur Rechten, folgt der Tisch des Königs von Böhmen, hinterdiesem in derselben Reihe der des Pfalzgrafen, dann derder Sprecher und Gesandten der Grossen, darauf derjenigeder Bischöfe, der der Stadt Achen und endlich an demsiebenten Tische zur Rechten die Gesandten Kölns. ZurLinken des Königs, also in derselben Reihe mit dem Erz-bischofe von Mainz, folgen die Tische des Herzogs vonSachsen, des Markgrafen von Brandenburg, der übrigenHerzoge, der Bürgermeister von Frankfurt und endlich derBürgermeister von Nürnberg. Die goldene Bulle bestimmtferner, dass auch dem nicht anwesenden Kurfürsten derTisch bereitet werde; jedoch hat kein auch noch so hoch-gestellter Abgesandte das Recht, die Stelle des Abwesen-den einzunehmen. Vor dem Beginne des Mahles begibtsich der Kurfürst von Sachsen als Erzmarschall aus demPalaste, steigt unter Trompetenklang, von seinem Hof-staate begleitet, in kurfürstlichem Ornate zu Pferde undreitet in einen auf dem Platze vor dem Palaste aufge-thlirmten Haufen Hafer bis an die Brust des Pferdes, umein silbernes Gefäss mit Hafer zu füllen, das der Vice-marschall des Reiches, der Graf Pappenheim, mit dem sil-bernen Stabe, welcher in den Hafer gestellt wird, in Empfangnimmt. Dem Grafen gehört auch das Pferd des Kur-fürsten. Der Hafer wird dem Volke preisgegeben. Daraufholt der Erzkämmerer, der Markgraf von Brandenburg,ebenfalls zu Pferde, begleitet von seinem Vicekämmerer,in einer silbernen Giesskanne mit einem Waschbecken vomselben Metall dem Könige Wasser zum Abwaschen derHände; das Handtuch reichen dem Könige einige Grafen.Nach ihm bringt der Pfalzgraf bei Rhein als Truchsess denersten Gang in vier Schüsseln, jede von drei Mark Silbersan Werth 1 ). Des Erzkämmerers Pferd und Waschbecken
') Auch das Grefass mit dem Stabe des Erzmarschalls und die