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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Unruhen in Achen.

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Stimmung auseinander. Die Zunftgenossen Hessen ihnennoch an demselben Nachmittage durch einen Rathsdieneransagen, sich an dem folgenden Tage zu einer Sitzungeinzufinden. Was sie auch thaten. Jene erschienen eben-falls in der Sitzung und verlangten Rechnungsablage vonder Zeit an, wo die Neumänner, d. h. die Beamten, abge-treten seien. Der Rath erklärte, das lasse sich in so kurzerZeit nicht bewerkstelligen, zumal sie ja auch in der ge-hörigen Zeit in öffentlicher Versammlung abgelegt wordensei. Indessen wurden doch einige Rechnungen herbei-geholt, nach deren Durchsicht die Zunftgenossen Rechnungs-ablage von der Verwaltung während der letzten zwanzigJahre verlangten, die auch gewährt wurde. Um die Mit-tagsstunde verliessen die Zunftgenossen das Rathhaus mitdem Befehle an die Rathsmitglieder, den Rathssaal nichtzu verlassen, und legten vierzig Bewaffnete (Geharnischte)vor die Thtire desselben. Als sie nach dem Essen zurück-kehrten und die Namen der Rathsherren verlasen, warensechs derselben nebst dem Rathsschreiber Werner Lewenentwichen. Diese wurden in einem Schreiben, das auf denNamen der Gaffelgemeine abgefasst war, aufgefordert, sichinnerhalb acht Tage zur Verantwortung zu stellen, widri-genfalls ihre Güter mit Beschlag belegt werden sollten.Nachdem die Zunftgenossen den Bürgermeistern die Stadt-siegel, das Siegel ad causas, sowie die Schlüssel zu allenPrivilegien abverlangt hatten, entfernten sie sich. Amnächstfolgenden Donnerstage verlangten sie das Eidbuchvon dem versammelten Rath und überreichten diesem einNamenverzeichniss. Diejenigen, deren Namen auf dem-selben sich befanden, wurden zehn Tage lang auf demRathhause in strengem Verwahrsam gehalten, die übrigenwurden aufgefordert, zur Versammlung im Stern zu kom-men 1 ). Die Gaffeln wählten nun einen neuen Rath undflieser wählte Werner von Merode und Wilhelm Colyn zuregierenden Bürgermeistern. Die Rathsherren Peter Wolff,Peter Stoltz, Peter von Inden, Adam Miinthen, Stephan

') Meyer nach Lambrecht Kip, ehemaligem Stadtbeamten, in dessenMscr. aquensi, Tom I., p. 1 sqq.