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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Der Rath wird entsetzt.

Wolff, Gerlach Zinck, Niclas von Limburg, Matheis Tywis,Georg Fybus, Georg Willerman und Franko Block wurdenzu grösseren oder geringeren Summen zur Tilgung derStadtschulden verurtheilt. Als die vier letzteren geflohenwaren, wurden einzelne, besonders der Bürgermeister Petervon Inden, gefänglich eingezogen und nur gegen Bürgschaftder Haft entlassen. Der entlassene Bürgermeister musstein einem von seinen Freunden mitunterzeichneten ReversUrfehde schwören, d. h. geloben, wegen des Gefängnissesund wegen des gehabten Schadens sich nicht an der Stadtzu rächen und diese nicht ohne Erlaubniss zu verlassen.

Unterdessen hatten die ausgewichenen Käthe beimKaiser Maximilian zu Worms am 22. März 1513 ein Mandaterwirkt gegen diegegenwärtigen Meier, Schöffen, Bürger-meister, Rath und ganze Gemeinde des heiligen ReichsStuhl und Stadt Achen", in welchem er unter Androhungder Acht und Oberacht und des Verlustes der Privilegiendie Freigebung der verhafteten Räthe, von denen einigesogar peinlich verhört worden, und die Wiederherstellungder entsetzten Regierung verlangt. Weit entfernt zu ge-horchen, setzte die neue Regierung einige vom alten Rathim April gefangen. Am 3. April ernanute der Kaiser vonAugsburg aus eine Untersuchungs - Kommission, bestehendaus der Erzherzogin Margaretha von Oesterreich, dem jungenHerzoge Johann von Jülich - Cleve - Berg und dem kaiser-lichen Rathe, Graf Philipp von Virneburg. Die Erz-herzogin Hess sich vertreten durch den Grafen von Venncn-burg, den Andries Daems, Gerichtsschreiber zu Mastricht,und den dortigen Rentmeister Johann von Eynatten, derHerzog Johann durch seine Räthe, den Grafen Philipp vonWaldeck, Statthalter der Grafschaft Ravensberg, den Herrnvon Harve, Drost zu Jülich, den Dr. Diedericli Meinertz-hagen, den Amtmann Johann von Harf zu Geilenkirchen,den Amtmann Wilhelm von Gartzen zu Münstereifel undden Amtmann Karsilius von Palant zu Bosslar.

Am 30. Mai kamen die Stellvertreter in Achen zusam-men, richteten aber nichts aus. Darauf ernannte der Kaiseram 25. Juli zu Löwen ein anderes Commissorium, bestehendaus dem Erzbischofe Philipp von Köln und dem Herzoge