)cr Bischof Johann von Lüttich und der Graf von Aremberg. 103
•teilte Achen am 27. Juli 1490 den Herren von Argenteau,ater und Sohn und deren Helfern, einen Sühnebrief aus,in welchem es erklärt, dass es mit den Benannten lange ZeitIrrungen und Zwietracht gehabt habe, während welchergegen den Willen des Bischofs von Lüttich seine Bürgerund seine Unterthanen von dem Schlosse Argenteau ausbekriegt, beraubt, gebrandschatzt, gefangen und todtge-schlagen worden wären. Die Herren von Argenteau stelltenihrerseits am folgenden Tage einen Sühnebrief aus, in welchemsie bekannten, den Feinden der Stadt in ihrem SchlosseAufenthalt gegeben zu haben, aus welchem diese gegen denWillen des Bischofs von Lüttich den Achenern Schadenzugefügt hätten. Das Geschehene sollte nun aber vergessensein, und sie versprächen, nie mehr etwas gegen die Stadtnoch deren Bürger und Unterthanen im Reiche von Achenzu unternehmen noch zuzulassen, dass aus ihrem SchlosseArgenteau oder aus ihren andern Schlössern den Achenernirgend ein Schaden heimlich oder öffentlich zugefügt werde.Sollten sie die Sühne brechen wollen, dann versprechensie dies ein halbes Jahr vorher der Stadt durch einen ver-siegelten Brief anzuzeigen, zugleich aber 4000 Gulden zu6 Mr. in die Stadtrenteikasse zu zahlen, sowie auch 120Gulden, welche die Stadt ihnen in Folge von zwei Ver-trägen gezahlt hatte. Das Urtheil des Römischen KönigsMaximilian I. und seines Bruders Psilipp sollte, so langedie Sühne währte, auf sich beruhen bleiben. Den 2. Okt.1490 bestätigten König Maximilian I. und sein Bruder Phi-lipp als Herzog von Brabant die Sühne 1 ).
In demselben Jahre legten Gesandte der ErzbischöfeJohann von Trier, Hermann von Köln, des Herzogs Wil-helm von Jülich, des Grafen Engelbert von Nassau unddes Königs Karl VIII. von Frankreich, sowie der Grafvon Mörs in Achen die vieljährigen Streitigkeiten zwischendem Bischöfe Johann von Lüttich und dem Grafen vonAremberg bei. Bald darauf brach der Streit von Neuemaus. Es war überhaupt eine Zeit voller Willkür und Gewalt-tat. Ein Heinrich Happart von Honen und seine Helfer
') Quix, Beiträge zur Gasch. Achens III.