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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Sinzig und das Achener Stiftskapitel.

Dagegen sollen die Dörfer den Bürgermeistern und demRathe zu Achen in Gerichten, Geboten, Verboten, Verord-nungen, Satzungen, Accisen, Steuern gehorsam und gewär-tig sein."

Eine Urkunde im Stadtarchiv vom 7. Mai 1487 gibtuns eine Mittheilung über das Kapitel der Achener L.Frauenkirche, die dessen Eifer für den Gottesdienst in denvon ihm abhängenden Kirchen in kein vortheilhaftes Lichttreten lässt. Der Magistrat von Sinzig nämlich klagt beidem Kapitel U. L. Fr., als seinem Pfarrer, dass der dortigeKirchherr schon längere Zeit keinen Gottesdienst halte, undbittet um Abhülfe dieser Unterlassung. Bürgermeister, Ritter-schaft und Rath der Stadt Sinzig haben dem Kirchherrndie Unterlassung vorgehalten, dieser aber habe erklärt, erkönne und wolle keinen Gottesdienst halten noch haltenlassen, da er Seitens der Herren von Achen von der Kirchekeine Renten erhalte. Die Sinziger bitten, das Kapitel mögemit dem Kirchherrn in Güte übereinkommen, dass sieGottesdienst erhielten, den sie immer gehabt, und machen aufden Sehaden aufmerksam für Leib, Seele und Gut, dendie Unterlassung herbeiführe!

Auf dem Reichstage zu Nürnberg im Jahre 1487 ver-anschlagten die Kurfürsten, Fürsten und Gesandten derStädte die Reichssteuer Acliens auf sechshundert rheinischeGulden, deren Empfang Kaiser Friedrich III; am 14. De-zember desselben Jahres zu Nürnberg bekennt. (DeutscheUrk. im Stadtarch.)

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts lebte die Stadt Achenin Fehde mit den Herren von Argenteau (sie heissen auchArgentel, Argentolium, Argenteil, Arckentel, Aerckentael),einem Geschlechte, das schon in der zweiten Hälfte des elftenJahrhunderts vorkommt und seinen Stammsitz auf einemhohen steilen Felsen bei dem Städtchen Vise, am rechtenMaasufer hatte. Sie wurden in den Grafenstand gehoben. Ihreziemlich ausgedehnte Herrschaft war Anfangs Reichslehen,dann Lehen der Herzoge vonBräbant. Im 16. Jahrhundertverloren sie ihre Territorialhoheit und ihre Herrschaftwurde ein Zankapfel zwischen dem Fürstbischöfe von Lüt-tich und dem Herzoge von Brabant. Schliesslich wurden