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Krönung Maximilians I.
Privilegien der Stadt und reiste mit den Kurfürsten vonKöln, Trier und Pfalz ab; der Kaiser aber blieb mit dem!Kurfürsten von Mainz bis zum folgenden Tage. KönigMaximilian I. hielt seinen Hof auf dem Rathhause, aufwelchem auch das Krönungsmahl gehalten wurde, von wel-chem wir noch mehrere ganz umständliche Beschreibungenbesitzen. In einer derselben heisst es unter Anderni, „dassauch des Königs Buteley und Speisskammer in einem Ge-mach auf dem Rathhause zuhinderst bey der Thür zugerüstund aller Nothdurfft ein voll und Genügen war." (MüllerReichstagstheatrum, II. 3G und 40—45.) So war das Rath-haus mit seinem Königssaale der Sitz der KaiserlichenHerrschaft in den Tagen der' Krönungsfeier. Nach einerTradition brachte der gewählte König die Nacht vor seinerKrönung in der Mauritius-, später Hubertuskapelle zu, wohnteaber bis auf Rudolf von Habsburg in der karolingisclienPfalz. Wo stiegen die Könige ab, als diese unbewohnbargeworden war? Wahrscheinlich in der Probstwohnung zwi-schen dem Klosterplatze und der Jakobstrasse. Wenigstensertheilte, wie wir Band I, S. 218 sahen, König Albreclit I.in derselben die Lehen. Oder wohnten sie in der altenCurie auf dem Fischmarkte ? Als auf dem Boden der karo-lingisclien Pfalz das neue Rathhaus unter Karl IV. errichtetworden war, sind sie in diesem abgestiegen. Karl V., derNachfolger Maximilians I., begab sich des Abends vor sei-ner Krönung nach dem Palaste, der auch seine Wohnungwar. (Beeck, Aquisgr. p. 150.)
Auf einem Tage zu Frankfurt war zum Kriege gegenden König von Ungarn ein Reichsanschlag gemacht wor-den. Von diesem fiel aufAchen die Summe von 1800 rhei-nischen Goldgulden. König Maximilian I. gibt am 5. Juni1486 von Dortrecht aus der Stadt Achen Quittung über900 rheinische Goldgulden, welche sie auf die Summe ein-gezahlt hatte. (Deutsche Urk. im Stadtarch.) In derselbenAngelegenheit ertheilt Kaiser Friedrich III. bei seinemAufenthalt in Achen am 20. Okt. 1486 der Stadt Quittungüber 1500 rheinische Gulden. (Deutsche Urk. im Stadtarch.)
Am 14. Okt. hatte Johann von Horn, Bischof vonLüttich, einen Process wegen eines Eingriffes des Schult-