Krönung Maximilians I.
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die Kurfürsten und Grossen des Reichs auf den Februar zurWahl seines Nachfolgers einlud, begab er selber sich nachAchen, wo er nach neunjähriger Trennung mit seinem SohneMaximilian eine Zusammenkunft haben sollte. Vater undSohn feierten hier Neujahr 1486 und zogen dann in Be-gleitung der drei geistlichen Kurfürsten nach Frankfurt,wo Erzherzog Maximilian am 16. Februar 1486 einstimmigvon den versammelten Wahlfürsten in der Sakristei derBartholomäuskirche zum deutschen Könige gewählt wurde.Neben den drei geistlichen Kurfürsten, Barthold von Henne-berg zu Mainz, Hermann von Hessen zu Köln, Jakob vonBaden zu Trier waren bei der Wahl gegenwärtig der Pfalz-graf Philipp, der Herzog Ernst von Sachsen und der Mark-graf Albrecht Achilles von Brandenburg. Der letztere starbschon am IL März desselben Jahres zu Frankfurt. DerKaiser, der Neugewählte, die Wahl- und anderen Fürstenzogen den Rhein hinunter, Hielten bei Boppard an und setz-ten den jungen König auf den Königsstuhl bei Rense, fuhrennach Köln und begaben sich von hier nach Achen, wo am9. April die feierliche Krönung durch den Erzbischof Her-mann von Köln stattfand, worauf das feierliche Krönungs-mahl gehalten wurde. Des folgenden Tages wurden dieHeiligthiimer gezeigt 1 ). Der Magistrat und die Bürgerschafthuldigten in Gegenwart des Kaisers und der übrigen Fürstendem Könige vor dem Rathhause '). Der König bestätigte die
') Ludwig von Eib, Geheimrath des Markgrafen Albrecht Achillesvon Brandenburg gibt eine ausführliche Beschreibung der Krönungund des Krönungsmahles, welchen er selber beiwohnte. (Annalen desliist. Ver. für den Niederrhein YIIT. 1—18. Nach demselben war beider Krönung der Abt von Cornelimünster „im pontifical, die andernAebte in schwarzen Habitten." — 2 ) Die Juden zahlten eine Krönungs-steuer. Ausserdem brachten sie dem jungen Könige goldene Eierals Ehrengeschenke, der dabei den Witz machte, Hühner, die solcheEier legten, dürfe man nicht fliegen lassen. Wie Leibeigene zahltensie eine Kopfsteuer, zur Zeit des Nachfolgers Max I., Karls V., einenrheinischen Gulden. In den letzten Zeiten betrug die Krönungssteuer400 Goldgulden. Dem Fürsten Primas zahlten die Frankfurter Judennoch 1807 statt der früheren Krönungssteuer 1000 Gulden. Rh.Ant. II. 20. 682.