Rück- und Umschau.
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Kuno von Eychorn') und seine Gattin Mechtilde Hauer-manns das von ihnen auf der Kölnstrasse für dreizehn Armegestiftete Spital mit Renten ausstatten, die sie auf weitüber hundert Häusern und Liegenschaften inner- und ausser-halb der Stadt stehen haben.
Für die Mittelstadt begann im Jahre 1353 der Bauzweier denkwürdiger Werke, des gothischen Chores, der1414, und des Rathhauses, das im Jahre 1376 fertig er-scheint.
Noch vor 1353 hatte Achen ein jüngeres Stadtsiegel 2 ).
Die Stadt bildet mit den bekannten Rectoraten immernoch nur eine Pfarre, an deren Spitze ein Mitglied desStiftskapitels, der archipresbyter, Erzpriester, steht. Dieserheisst in einer deutschen Urkunde vom 14. Juni 1418 imStadtarchiv prochian, woraus die Bezeichnung proffion ge-worden ist: Uebrigens erfuhren wir bei Gelegenheit derBelagerung Reifferscheids, dass proffion auch in dem Sinnevon Meister gebraucht wurde. Der Erzpriester war Vor-sitzender des Sendgerichtes, dessen Privilegien in dem ab-gelaufenen Jahrhunderte wiederholt bestätigt wurden, ertz-senters heisst er in der schon citirten Urkunde des Kunovon Eychorne vom 5. Juli 1423.
Im Jahre 1354 entsteht das KarmeliterEoster, welches
') Es ist derselbe, welcher als Abgeordneter Achens auf demConstanzer Concil war und im. Jahre 1429 mit Hülfe des benach-barten Adels die Achener Gemeine niederschlug. — 2 ) An einer Ur-kunde vom 23. August 1351 im Stadtarchiv über einen VergleichAchens, als Erbmeier von Burtscheid, mit dem Ritter Johann vonMerode zu Frankenberg, als Erbvogt von Burtscheid, über die Grenz-pfähle, für welchen Reynart von Palant, Probst zu Kerpen nnd Vian-den, Heynrich von Gronsselt, Probst zu Achen, Wilhelm von Ncsscl-rode, Drost zu Schönforst, Wilhelm von Lintenich, Yogt zu Achenund Drost zu Wilhelmsstein, Zeugen sind, hängt ein jüngeres Stadt-siegel. Dasselbe hat drei Centimeter. Auf einfachem Throne sitztein König mit Lilienscepter, Reichsapfel und Blattkrone, an welcherzwei zu den Seiten stehende Bischöfe die Hand halten. Unter demFussschemel ist ein rechtsschräger Wappenschild mit dem Stadtadler.Die Umschrift lautet: S. REG ALTS SEDIS URBIS AQUENSIS. DerOriginalstempel ist im Stadtarchiv vorhanden. Man vergl. I. S. 153 ff.