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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Rück- und Umschau.

Kapitel der Münsterkirche zu Achen für 160 rheinischeGulden. (Quix, Gesch. von Frankenberg 1829, Urk. 26:„Die Steynkuyle, genannt Katsenkuyle, achter Bortyt ander Bosche, da man zo Monster wart geit.") Das Bauwerk,das an der Stelle der jetzigen Karlskapelle stand, hiess dieMauritiuskapelle, in welcher nach Beeck die Könige vorihrer Krönung übernachteten. Unterhalb der Karlskapelleliegt die gleichzeitig mit dem gothischen Chore erbauteHubertuskapelle.

Zum Jahre 1449 finden wir zwei Notizen, welche aufAchen Bezug haben. Zunächst belehnt am 7. SeptemberFriedrich III. den Herzog Johann mit dem HerzogthumCleve, der Grafschaft Mark und der Herrschaft Gennep inPerson des Abgeordneten desselben mit dem Vorbehalte,dass der Herzog den Lelmeid persönlich schwöre, wennder König nach Achen oder Köln kommen werde 1 ); dannwar Achen genöthigt, viele Söldner anzuwerben, da amFreitage vor S. Severin, 23. Okt., Johann von Frankenbergder Stadt Fehde ansagte und der von Reifferscheid ihmmit 83 Kriegsknechten zu Hülfe kam.

Bevor wir zu dem ereignissreichen Jahre 1450 über-gehen, halten wir, wie dies zur Mitte des 14. Jahrhundertsgeschehen, eine Mück- und Umschau.

Die Stadt ist in ihrem äusseren Umfange vorhanden— im Jahre 1346 schon war von dem allgemeinen"Stadt-graben, der fossura generalis, die Rede — ohne in den ein-zelnen Theilen fertig zu sein, clenn im Jahre 1357 erhieltsie noch neue Tliürme, Gräben und andere Werlte. MancheStadttheile, besonders kirchliche Gebäude, entstehen nachder Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, andere, Strassenund Wohngebäude, kommen erst im folgenden Jahrhundertin den verschiedenen schriftlichen Denkmälern vor. Einereiche topographische Ausbeute gewährt vor Allem eineschöne Pergamenturkunde 2 ) vom 5. Juli 1423, durch welche

') Lac. IV. 191. — 2 ) Die Urkunde und das Diarium der vor-maligen Regulirherrenkanonie in hiesiger Stadt, durch welch letztereswir das Datum der Urkunde erfahren, sind im Besitze des PlerrnKonrad Heucken. Die Urkunde liess Dr. Loersch in den Annalen deshist. Vereins f. d. Niederrh., 1870, Heft 21 u. 22, S. 257 ff. abdrucken.