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Wissenschaftsgeschichtliche Eindrücke eines alten Germanisten : Festgabe zum zweihundertfünfzigjährigen Jubiläum der Weidmannschen Buchhandlung
(1. April 1930)
Entstehung
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großzügige und kenntnisreiche Kritik" meines Akademiewerksdurch Joachimsen vom Jahr 1920. Ihr und wohl auch seinemLehrer Gerhard Ritter redet er nach, daß der böhmische Huma-nismus und die böhmische Kunst am Hofe Karls IV.immerein Fremdkörper in der deutschen Entwicklung geblieben" sei(S. 10). Sein unmittelbar voraufgehender Hinweis auf WilhelmWorringer, 'Anfänge der Tafelmalerei' (Leipzig 1924, S. 46fr.)paßt wenig dazu: denn dieser hat gerade unter Berufung auf meineForschungen und im Einklang mit ihnen .die Einwirkungen derböhmischen Kunst auf Osten und Nordosten Deutschlands nach-gewiesen und die anschließende Entwicklung als Ablösung dervorangehendenOstorientierung" der Kunst durch ihreWest-orientierung" bezeichnet, das entspricht meinem Satz:Was inPrag gesät ist, wird in Köln, wird in den Niederlanden geerntet."Übrigens hat auch einer anderen von mir im Jahr 1898 aus-gesprochenen, im Jahr 1903 veröffentlichten These, die sich aufliterar- und kunstgeschichtliche, auch überlieferungsgeschichtlicheBeobachtungen gründete, soeben ein Fachvertreter der Kunst-geschichte zugestimmt, wie ich einer brieflichen Mitteilung meinesFreundes Otto Pniower entnehme. August Grisebach,'Die alte deutsche Stadt' (1929, S. 134), findetfür die Bauweise"meinen Satz, daß Südböhmen die Brücke bildete zwischen derKultursphäre Passau-Regensburg einerseits und den böhmisch-mährischen Zentren Prag-Kuttenberg-Iglau-Brünn andererseits(s. mein 'Vorspiel' I 2, S. 164) bestätigt." Und Stadelmanns Be-hauptung, die böhmische Kunst sei in ihren Zusammenhängenmit den literarischen Strömungen noch nicht untersucht, zeigtwieder, daß er meine Bemühungen um dieses Problem nichtbenutzt hat: vgl. mein 'Vorspiel', Bd. I, 2 [1925], passim, be-sonders S. 132 Anm.; 'Die Kulturbewegung Böhmens undSchlesiens an der Schwelle der Renaissance', Euphorion 1926,Bd. 27, S. 493521; ferner Zeitschr. f. deutsche Bildung 1926,Juniheft, S. 256271.

Daß die böhmische Kultur unter Karl IV. und Wenzel IV. derangeblicheFremdkörper", der das deutsche Geistesleben nicht

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