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EI DER RÜCKSCHAU AUF DAS ZWEI HUNDERT -
fünfzigjährige Leben eines deutschen Verlags, der
überwiegend und im zunehmenden Maße der höheren
geistigen Bildung und den gelehrten Studien gedient hat, wirdzugleich ein bedeutsamer Ausschnitt deutscher Wissenschafts-geschichte sichtbar. Freilich zu einem Zeitpunkt, da das Kessel-treiben gegen den sogenannten 'Historismus' zwar schon aufden Widerstand der nach der ersten Überrennung sich wiedersammelnden Besonnenen stößt, aber in seinen Wirkungen nochweithin verderblich fortlebt, können vergangenheitstreue Bildervon der Entwicklung eines Wissenschaftsgebietes nur wenig Zu-lauf und Aufmerksamkeit an sich ziehn. Ward doch selbst da-mals, als geschichtliche Betrachtung noch im Lorbeer strahlte, dieHistorie der Forschung nur kärglich und mit stiller Gering-schätzung gepflegt. Ein für seine Zeit meisterliches Werk wieRudolf von Raumers Geschichte der germanischen Philologie(1870), das der Wissenschaftsgeschichte als Hintergrund die Geistes-geschichte zu geben verstand, erlebte keine zweite Auflage. Eshat gleich der großartigen Wissenschaftsgeschichte WilhelmScherers in seinem herrlichen Buch über Jacob Grimm (Berlin,Weidmann, 1885) weder auf dem Felde dieses Fachs noch auf demder anderen Philologien eine ebenbürtige Nachfolge gefunden.
Heute aber vollends sind z. B. Albert Leitzmanns wertvollewissenschaftsgeschichtliche Quellenpublikationen, seine mit um-fassender Kenntnis erläuterten Ausgaben der 'Briefe an KarlLachmann' (in den Abhandlungen der Preußischen Akademie derWissenschaften 1915) und der 'Briefe aus dem Nachlaß WilhelmWackernagels' (in den Abhandlungen der Sächsischen Gesellschaft
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