und Strebens würdiger Nachfolger ist, für die Aufgabe der Literatur-geschichte halten und zu erfüllen trachten. Der Kern ist wieder dieUmweltbetrachtung, also das, was heute als Todsünde des Posi-tivismus in den Abgrund der Hölle verwünscht wird.
Die „höhere umfassendere und gültigere Erkenntnis offenbarerZusammenhänge von Sprache und Kultur" — darankönnte auch ich einsamer Veteran im Dienste der göttlichenPhilologie, die vpn Toren geschmäht wird, weil sich auch Untaug-liche in ihre Jüngerschaft mischen, das Programm meines großenLebenswerks erkennen.
IM JAHR 1891 GAB ICH IM ZENTRALBLATT FÜRBibliothekswesen (Band 8) eine lose Folge von Aufsätzenheraus unter dem Titel: 'Zur Kenntnis altdeutscher Hand-schriften und zur Geschichte altdeutscher Literatur und Kunst'.Entstanden waren sie im Zusammenhang mit meiner Universitäts-vorlesung über die Literaturgeschichte des Zeitalters der Refor-mation (1350—1550). Ihre Einheit bestand in dem sie durch-waltenden Streben, die großen geistigen Wandlungen, welche denUntergang des sogenannten Mittelalters und seinen Übergang indie von der sogenannten Reformation und Renaissance herauf-geführte neue Epoche kennzeichnen, abzulesen und zu begreifenaus den Schicksalen, den äußeren und inneren Veränderungen derhandschriftlichen Überlieferung literarischer, gelehrter, geschäft-licher, bildkünstlerischer Werke. Diese Aufsätze erschienen miteiner ausführlichen Vorrede und einem Anhang von mancherleiNachträgen als Buch unter dem Titel: 'Vom Mittelalter zurReformation. Forschungen zur Geschichte der deutschen Bildung.Erstes Heft' 1893 im Verlage von Max Niemeyer, Halle a. S.
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