bleibt meine Erkenntnis zu Recht bestehen, daß hier ein undog-matisches und dogmawidriges Element zu spüren ist.
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AS ALLGEMEINE RÄSONNEMENT STADELMANNS
über das Renaissanceproblem beruht durchweg auf will-
kürlicher Konstruktion. An „Burckhardts Bild einesradikalen Neuanfangs" soll (S. 5) für die Renaissance festgehaltenwerden: angeblich im Einklang mit der „führenden [" !] Geschicht-schreibung politischer und philosophischer Herkunft", was fürdas zitierte Buch von Ernst Cassirer, 'Individuum und Kosmosin der Philosophie der Renaissance' keineswegs ganz zutrifft, dadieses meiner Renaissanceauffassung vielmehr gerade neue Stützenzuführt (s. Rienzo u. die geistige Wandlung seiner Zeit, zweiteHälfte [1928], S. 646).
Ebensowenig trifft Stadelmanns Annahme zu für OttmarDittrichs ausgezeichnete 'Geschichte der Ethik', Bd. 3 (Leipzig,Felix Meiner 1926, S. 326—391). Auch die Historiker Kampers('Dante und die Wiedergeburt', Mainz, Kirchheim 1921), FedorSchneider ('Rom und Romgedanke im Mittelalter', München1926), Percy Ernst Schramm ('Kaiser Rom und Renovatio',Leipzig ,Teubner 1929) stehen meiner Renaissanceforschung nichtablehnend gegenüber, um von anderen ähnlich denkenden Histo-rikern und Kunsthistorikern (z. B. Walther Goetz, Fritz Saxl)hier zu schweigen 1 ).
Vollends vermag ich nicht zu erkennen, was Meineckes vonStadelmann als Zeuge angerufenes „Machiavellikapitel" (Stadel-
J ) Der von Stadelmann (S. 6 Anm.) genannte Aufsatz Hiuzingas 'Das Problemder Renaissance', Monatsschrift Italien, Jahrg. 1, Heft 8—10 (1928) war mir bishernicht zugänglich.
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