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Wissenschaftsgeschichtliche Eindrücke eines alten Germanisten : Festgabe zum zweihundertfünfzigjährigen Jubiläum der Weidmannschen Buchhandlung
(1. April 1930)
Entstehung
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Beurteilungen gefunden hatte, die den buchhändlerischen Erfolgnatürlich schwer schädigten, in der Zeit von 1912 bis 1930 langsam,doch unbeirrt seinem Abschluß so weit entgegengeführt, daßnun auch der Fernstehende Plan und Ziel, Wollen und Leistungdes Ganzen ermessen kann.

Es sind jetzt zwölf Teile unter Mitwirkung Alois Bernts, PaulPiurs, Max Voigts f, Fritz Kühnst, Gustav Bebermeyers, RichardKienasts, Joseph Klappers, Arthur Müllers erschienen oder imDruck nahezu vollendet. Sechs weitere Teile auf der Grundlagemeiner vieljährigen Materialsammlungen und Vorarbeiten sindoder werden demnächst in Angriff genommen. Aus den zahl-reichen freundlichen und ehrenvollen Anerkennungen und Würdi-gungen meiner Lebensarbeit, die mir an meinem siebzigsten Ge-burtstag brieflich wie gedruckt zugingen,' darf ich nach Abzugaller durch den Anlaß hervorgerufenen Steigerungen des Aus-drucks entnehmen, daß unter meinen hervorragendsten germa-nistischen Fachgenossen und unter sonstigen sachkundigen Be-urteilern, auch bei manchen Historikern, mein von der Weid-mannschen Buchhandlung unter dem Schilde der PreußischenAkademie der Wissenschaften mit so viel Mühe und Sorgen inlangen Pausen stockend ans Licht gebrachtes großes Werk sicheines wachsenden Beifalls erfreut.

Dennoch scheint die Wirkung auf weitere Kreise berechtigtenErwartungen nicht zu entsprechen. Wie wenige Gelehrte, ja wiewenige öffentliche oder Instituts- und Seminarbibliotheken könnenin der heutigen wirtschaftlichen Not bei der grauenhaften Höheder Bücherpreise ein umfängliches wissenschaftliches Werk er-werben ! Die meisten von denjenigen Personen, die unter denfrüheren Verhältnissen ein für sie wichtiges Buch entweder gekauftoder aus einer ihnen bequem zugänglichen Bibliothek auf langeFrist entliehen hätten, müssen heute ihr Urteil darüber aus einermanchmal auch nur flüchtig gelesenen Rezension schöpfen. Selbstwenn diese dem oben gekennzeichneten, in Deutschland nicht ofterreichten Ideal einer objektiv den Inhalt referierenden Kritikentsprechen sollte, leistet sie doch immer nur einen höchst mangel-

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