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er am 15. November in demselben unfläthigen Tone seine Entrüstungaus 1 ). Mass voller ist sein zweites gleichzeitiges Schreiben an Pirck-heimer (ep. 274, 2. Novbr.) gehalten, das sich mit demselben Stoffebeschäftigt und in demselben Sinne geschrieben ist wie App. 203. Pirck-heimers Antwort (ep. 226, 31. December) weist aber nur auf ep 274und erwähnt nichts von dem andern Briefe, in dem Erasmus nicht vonseiner Stellung zum König von Spanien, nicht von der Ncuausgabo desNeuen Testamentes spricht. Ep. 274 kann also nicht lediglich einebei der späteren Herausgabe vorgenommene Umarbeitung von App. 203sein, da Pirckhiimer ihn schon in seiner vorliegenden Fassung kennt.Man muss daher annehmen, dass App. 203 gar nicht an Pirckheimergerichtet ist, zumal die Adresse erst für die Leydener Ausgabe hinzu-gesetzt ist 2 ). Denn wenn auch Erasmus in App. 203 sowohl wie inep. 274 von einem Buche, also Pirckheimer's, zur Verteidigung Reuch-lins spricht, so schreibt er doch an demselben Tage an Banisius (App.201), der diese Briefe beförderte (ep. 277, 12. Novbr.), dass er aucheine Schrift des Grafen Nuenar erhalten und gelesen habe. Beachtenwir ferner, dass nach den Schlussworten: „vir non tantum imaginibusclarissime", App. 203 nur an einen Adligen gerichtet sein kann, soist kein Zweifel, dass der Graf Nuenar der Empfänger ist. Denndieser war es ja, der im September 1517 die „Defensio praestantissimiviri Joannis Reuchlin" in Köln herausgab und der im Januar 1518die 2. Auflage von Pirckheimers „Piscator" besorgte 3 ).
Einen neuen Besuch in Antwerpen machte Erasmus am 8. und9. September 1517. Am 7. September schrieb er noch aus Löwenan den Ratsherrn Clava in Gent (App. 175), an Laurin (App. 176)und an einen Ungenannten (App. 177), in dem wir mit Sicherheit denBischof Giglis in Rom vermuten dürfen, den er um die Ausführungder etwa von Ammonio in seiner Angelegenheit angeregten Neuerungenbittet. Am 8. September schreibt Erasmus von Antwerpen an denBischof Fisher (App. 178), More (App. 179) und Sixtin (App. 180),am 9. September an Wolsey (ep. 267) und den König Heinrich VIII.(ep. 268). Am 11. September haben wir schon wieder Nachrichtenvon ihm aus Löwen (ep. 270 an Sixtin und ep. 271 an Lefevre). DieVeranlassung zu dieser kurzen Reise war die Besichtigung und Ab-sendung der Porträts des Erasmus und Aegidius an Thomas More, eine
*) Abgedruckt unten im Anhang II, S. 254. . .
2 ) Kan, S. 6, Nr. 125, mit dem sonderbaren Datum: 7. Non. Novbr.
3 ) Geiger, Reuchlin. S. 401 ff. und S. 395 ff.