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Nicolaus Gerbel, der Jurist und Korrektor bei Schürer'), ein Schreiben,das er wenige Tage zuvor an ihn gerichtet: nämlich App. 42, dasseinen Abschied aus Strassburg beklagt und über die Schürerschen Druckeseiner Werke Bericht erstattet, den App. 26 wiederholt und fortsetzt.Auch weiterhin hält er Erasmus in Kenntnis von dem Fortschreiten desDruckes, so in App. 29 (31. August); in App. 30 (9. Septbr.) undApp. 31 (11. Septbr.) stellt er seine Ankunft in Basel in Aussicht,hauptsächlich wohl, um mit Erasmus die Übernahme eines neuenWerkes zu verabreden. Es handelte sich um das Neue Testament, dasim Frühling desselben Jahres Frohen hatte drucken wollen (App. 23);am 31. August bat Gerbel den Erasmus um Mitteilung seiner Absichten,dann reiste Lachner, Frobens Schwiegervater, nach Strassburg, und dessenVerabredung mit Gerbel teilte dieser dem Autor in einem nicht erhaltenenBriefe mit (s. App. 30). Schon zwei Tage darauf (App. 31) setzte erseine Bedenken gegen die von Erasmus geplante äussere Gestaltung desWerkes auseinander; hier erfahren wir auch ausdrücklieh, dass es sichum das Neue Testament handelte. Erasmus wünschte im Druck dengriechischen und lateinischen Text synoptisch nebeneinander gestellt;Gerbel schlug mit Rücksicht auf den Gebrauch des gelehrten Publikumsund die Handlichkeit eine Trennung der Texte vor. Froben hat viel-leicht selbst, mit Druckaufträgen überhäuft,. das Werk an Schürer abzu-treten gewünscht, da sein Schwiegervater den Unterhändler machte;doch übernahm er es schliesslich, vielleicht da bei dem Besuch Gerbeisin Basel — dass er dort war, sagt uns ep. 164 — sich eine Einigungnicht erzielen Hess. Schon am 2. Oktbr. schreibt Erasmus an Ammonio(App. 3), dass der Druck begonnen sei.
Allmählich stellten sich auch die andern deutschen Humanistenwieder ein. Aus Schlettstadt schrieb am 12. Septbr. Johann Sapidus(App. 78), nicht, wie im Druck, 1516, wo Erasmus in Brabant war;unter den kürzlich durch Froben dem Sapidus zugesandten Schriftenvon Erasmus und anderen, worin des Sapidus Vaterstadt gepriesen sei,ist zweifellos die im August 1515 gedruckte Sammlung zu verstehen,die ausser den bekannten Schreiben an den Papst und die Kardinäledas Lobgedicht auf Schlettstadt enthält. Am 15. Septbr. führte sichOecolampadius durch einen Brief von Sapidus (App. 32) bei Erasmus ein. Jetztauch wird Capito seine Bekanntschaft gemacht haben, der zugleich mit
x ) Vgl. Adolf Büchle, Der Humanist Nicolaus Gerbel aus Pforzheim.Beilage zum Progr. des Pro- u. Kealgymn. zu Durlach. 1886.
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