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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Kodex des Neuen Testamentes von Reuchlin erwartet, in den Augustlegen; auch hierin finden wir keine Andeutung eines Zusammentreffensder beiden Gelehrten.

In einem Schreiben vom 1. September sandte ihm Wimpfling')den Gruss der Strassburger litterarischen Gesellschaft, den der Gefeierteam 21. Septbr. in seiner bestrickenden Liebenswürdigkeit beantwortete 2 ).Am 7. Septbr. richtete Ulrich Zasius (Zäsi), der Freiburger Jurist 3 ),sein erstes Schreiben an Erasmus (App. 9), und da er nicht schnellgenug Antwort erhielt, wagt er unterwürfig ein zweites (App. 10,' 21.Septbr.), denen in den nächsten Jahren in Reihe in trunkener Begeiste-rung geschriebener Huldigungen folgt, ungeachtet der Mahnung desErasmus (App. 11, 23. Septbr.), diese eines deutschen Mannes unwür-digen Schmeicheleien zu unterlassen; zugleich aber sagt er selbst demZasius so viel Schmeichelhaftes, dass der wackere Mann, wie er vollEntzücken jubelt (ep. 161, 11. Oktober), allein infolge dieses Briefes,der in Freiburg von Hand zu Hand wandere, mit ehrfurchtsvoller Scheubetrachtet werde. In seiner Antwort vom 28. Oktober 4 ) bedauertErasmus, dass die Herausgabe der Adagia und des Hieronymus ihn ander sofortigen Beantwortung gehindert hätten; er preist die UniversitätFreiburg und ganz Deutschland glücklich zu dem Besitze eines solchenGelehrten. Obwohl ohne Jahreszahl, ergiebt sich das Datum und derZusammenhang dieses Briefes mit ep. 161 aus dem Schlüsse:Quodscribis meam epistolam sie circumferri. . .". Das erste unter Erasmus'Leitung bei Froben gedruckte Werk, die Plutarchübersetzung vom August1514 5 ), sendet der Autor ihm zu, und Zasius ringt mit den "Worten

x ) Über ihn vgl. P. v. Wiskowatoff, Jacob Wimpfeling. Berlin 1867Charles Schmidt, Histoire litteraire de l'Alsace. Paris 1879. Bd. I.

2 ) Beide Schreiben sind der Ausg. derCopia" von 1514 beigedruckt,dasErasmische unter dem Titel:Erasmi de laudibus litterariae societatis,Reipublicae ac magistratuum urbis Argentinae epistola"; der BriefDe lau-dibus Argentinae", den Jortin (II, 593 Anm.) nicht finden konnte, ist ebendieser. Die Briefe sind zuletzt gedruckt in [Riegger] Amoenitates litterariaeFriburgenses. Ulm 1779. S. 368f.

3 ) Über ihn zuletzt Jos. Neff, Udalricus Zasius; Progr. des Gymnasiumszu Freiburg i/Br. 1890 u. 1891, wo leider kein Versuch zur Ordnung derKorrespondenz gemacht ist. Daneben behält das treffliche ältere Werk vonStintzing (Ulr. Zasius. Freiburg 1857) noch immer seinen Wert.

*) Mitgeteilt bei Neff, a. a. 0. II, 33.

5 ) Stockmeyer u. Reher, S. 100 No. 38. Panzer VI, 192, 120 u. IX,394, 128.

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